Ex-Coach rechnet ab

Ismael über LASK-Rauswurf: „Es ist unverständlich“

Mitte Juli hat sich der LASK überraschend von seinem Erfolgstrainer Valerien Ismael getrennt. Ein Monat danach äußert sich der Franzose jetzt erstmals zum Rauswurf. Auf Twitter schreibt er: „Es ist noch immer unverständlich.“ 

„Mein Kapitel in Linz beim LASK ist nun beendet. Die Trennung kam nicht nur für euch, sondern auch für mich sehr überraschend und ist bis heute gefühlt für mich noch immer sehr unverständlich“, twitterte Valerien Ismael am Mittwoch. Es ist eine kleine, aber feine Abrechnung mit den Linzern - ohne, dass der ehemalige Bayern-Star dabei aber wirklich nachtritt.

Illegales Mannschaftstraining
Ismael hatte die Linzer in der Europa League bis ins Achtelfinale geführt. In der Liga lagen die Linzer vor der Corona-Pause sensationell an der Tabellenspitze, ehe eine Affäre um illegal durchgeführtes Mannschaftstraining die Euphorie bremste. In der Meistergruppe gingen sechs von zehn Spielen verloren. Zusammen mit den am Ende vier Punkten Abzug für die verbotenen Trainings rutschten die Oberösterreicher vom ersten auf den vierten Endrang zurück.

Trainer Ismael sei aber nicht das Bauernopfer für die Affäre gewesen, betonte LASK-Vizepräsident Jürgen Werner schon kurz nach der Trennung. Laut Darstellung des Sportchefs hätten sich vielmehr auch die Spieler gegen den Franzosen ausgesprochen. Unzulänglichkeiten seien mit dem Erfolg unter Verschluss geblieben, erklärte Werner damals.

„Tolle Erlebnisse“
Ismael kann das nicht nachvollziehen. „Dennoch möchte ich die tollen Erlebnisse, die wir vor der Corona-Pause zusammen erlebt haben, in guter Erinnerung behalten“, betonte der frühere Bayern-München-Verteidiger. „Wir hatten bis dahin die beste Saison aller Zeiten gespielt mit einigen Klub-Rekorden und haben international in der Europa League gerockt und die Schwarz-Weißen Klubfarben mit Stolz hoch getragen!“

Den LASK-Fans dankte Ismael für ihre „eindrucksvolle Unterstützung“. Dazu verabschiedete er sich via Twitter von der Mannschaft und allen Mitarbeitern und bedankte sich „von ganzem Herzen für die tolle Zeit“. Ismael holte 54 Punkte und 17 Siege in seinen ersten 22 Spielen auf der Bank der Athletiker aus Linz und stellte damit zwei Ligarekorde auf.

Das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Manchester United durfte bereits Thalhammer absolvieren. Nach dem 0:5 im Hinspiel, dem letzten Pflichtspiel vor der Corona-Pause, gab es vor einer Woche in Manchester ein 1:2. In die neue Saison starten die Linzer am 29. August in der ersten Runde des ÖFB-Cups mit einem Gastspiel beim Viertligisten ASV Siegendorf.

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Mittwoch, 23. September 2020
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