12.08.2020 13:05 |

Spürhunde im Einsatz

Allein im Juli 716 Pakete mit Drogen abgefangen

Spürhunde der Zollwache sind darauf spezialisiert, Drogen und Bargeld zu erschnüffeln. Die Tiere werden daher auch im Postverteilzentrum in Wien-Inzersdorf eingesetzt. Und das mit großem Erfolg: Alleine von Jänner bis Juli des heurigen Jahres tätigten die Diensthundeführer und ihre Helfer 1880 Aufgriffe im Briefzentrum.

Drogen im Gesamtgewicht von 54,6 Kilogramm konnten sichergestellt werden. Allein im Juli wurden 716 verdächtige Poststücke beschlagnahmt. Gefunden wurde eine ganze Palette an Suchtgiften, wobei die Zahl der synthetischen Drogen zunehme, so einer der Diensthundeführer. Die Hauptempfänger sitzen in Wien, gefolgt von der Steiermark und Tirol.

Mexikanisches Drogenkartell zerschlagen
Ein großer Ermittlungserfolg des Vorjahres lasse sich auf die Packerlkontrolle in Wien-Inzersdorf zurückführen, hieß es. Gefunden wurde damals ein 14 Kilogramm schweres Drogenpaket, wodurch ein mexikanisches Kartell zerschlagen werden konnte. Die Erfahrungen, die der Zoll in Kooperation mit den Finanzbehörden und der Post in Inzersdorf gemacht hat, sollen nun bundesweit auf Paket-Verteilzentren ausgedehnt werden.

Blümel auf Besuch im Verteilzentrum
Am Mittwoch stattete Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) dem Briefzentrum am Wiener Stadtrand einen Besuch ab und überzeugte sich dabei selbst von den Fähigkeiten der Spürhunde. Der Deutsch-Langhaar „Vito“ und der Deutsch-Belgische Schäferhund „Thor“ wurden mit Leichtigkeit fündig.

Die teilstaatliche Post und der Zoll nutzten den Termin am Mittwoch, um nebenbei ihre Agenden bei Blümel anzubringen. So verwies Post-Chef Georg Pölzl auf Zusatzkosten durch die Corona-Pandemie. Blümel, Spitzenkandidat der ÖVP bei der Wiener Gemeinderatswahl im Herbst, erklärte daraufhin, dass auf die Post nun ein Zusatzgeschäft durch den bevorstehenden Wahlgang warte.

Vonseiten der Sicherheitsbehörden wurde auf den Bedarf an modernen, digitalen Drogenanalysegeräten hingewiesen, die über die Laufzeit weit günstiger kommen würden als die teilweise noch jetzt eingesetzten Testmethoden. Rund 30.000 Euro koste ein Analysegerät, erfuhr der Minister auf Nachfrage.

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