Last-Minute-Treffer

Admira siegt im NÖ-Derby ++ Vienna – FC Lustenau 4:1

Fußball
14.09.2010 21:11
Spitzenreiter Admira hat in der Ersten Liga den Sechs-Zähler-Vorsprung auf Altach wieder hergestellt. Die Südstädter setzten sich im Niederösterreich-Derby gegen St. Pölten am Dienstagabend durch ein Last-Minute-Tor von Richard Windbichler in der 92. Minute 3:2 durch. Nach elf Runden hält der Aufstiegsfavorit bei neun Siegen und bleibt auch nach dem 17. Liga-Auftritt unter Coach Dietmar Kühbauer ungeschlagen.

Patrick Jezek brachte die "Graue Maus" in der Südstadt per Foulelfmeter (23.) in Führung. St. Pöltens Markus Speiser hatte nach einem groben individuellen Patzer zuvor Benjamin Sulimani im Strafraum niedergerissen. Mihnet Topcagic vergab zunächst noch stümperhaft (25.), Daniel Toth stellte nach einer schönen Kombination, die erneut vom agilen Jezek ausging, dann verdient auf 2:0 (27.). Die Gäste schlugen überraschend durch Thomas Fröschl (34.), der einen Gruberbauer-Stanglpass verwertete, aber noch vor dem Pausenpfiff zurück.

Davon unbeirrt legte die Admira nach Seitenwechsel weiter nach, allein die Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig. Rene Schicker (54.), Christoph Cemernjak (61.) und der eingewechselte 16-jährige Marcel Sabitzer (64., 68., 69.) ließen die besten Möglichkeiten ungenutzt. St. Pölten schlug hingegen erneut zu: Nach einem Abstoß enteilte Fröschl der Admira-Defensive und schloss zum Ausgleich (69.) ab. Als alles bereits auf einen Punkteverlust der Admira deutete, schlug "Joker" Windbichler allerdings praktisch in letzter Sekunde zu.

Vienna taucht mit 4:1 aus dem Tief
Die Vienna ist im zweiten Spiel unter Neo-Coach Alfred Tatar durch einen 4:1-Sieg gegen den FC Lustenau aus dem Tief getaucht (siehe Video). Die an fünf, in der Defensive sogar drei Positionen veränderte Vienna-Elf wirkte stabiler als in den vergangenen Partien, Lustenau kam kaum zu gefährlichen Aktionen. Umso ärgerlicher aus Sicht der Gastgeber kam daher ein unnötiges Foul Imamoglus an Jonathan, den anschließenden Elfmeter verwertete der Lustenauer Schwab sicher (43.). Doch die Vienna kam noch in der Nachspielzeit zum verdienten Ausgleich: Djokic verlängerte eine Flanke per Kopf, Kienzl machte das 1:1 perfekt (47.). 

Gleich nach Wiederbeginn dann sogar das 2:1 - eine Ecke von Djokic aufs kurze Eck strich Kobleder noch über den Kopf und ins Tor (52.). Lustenau wurde in der Folge stärker und holte nach einem Foul Pereiras an Schwab neuerlich einen Elfer heraus. Lukse parierte den zentral geschossenen Versuch aber (62.) und ebnete seinem Team so den Weg zum Sieg: Hosiner machte wenig später mit einem herrlichen Volley das 3:1 und die Vorentscheidung perfekt (69.), Djokic rundete den erfolgreichen Abend auf der Hohen Warte mit seinem neunten Saisontor ab.

Gratkorn holt Heimsieg gegen Aufsteiger WAC/St. Andrä
Die Gastgeber, deren Trainer Michael Fuchs krankheitsbedingt nicht im Stadion weilte, kamen früh durch einen Freistoß von Tesevic zum 1:0. Der Abwehrspieler bezwang Wolfsberg-Tormann Dobnik bereits in der fünften Minute mit einem nicht unhaltbaren Schuss aus 25 m. Ein Doppelschlag von Reich binnen sechs Minuten bescherte den Kärntnern dann aber die 2:1-Pausenführung. Nach 25 Minuten brachte der Stürmer eine Steilvorlage von Jochum im zweiten Versuch im Tor unter, wenig später traf der Deutsche vom Elfmeterpunkt, nachdem Torschütze Tesevic den durchbrechenden Gotal kurz nach der Strafraumgrenze zu Fall gebracht hatte. 

Vier Minuten nach Wiederbeginn sah Dobnik beim Ausgleich neuerlich nicht gut aus, er ließ einen Schuss von Kröpfl von der Strafraumgrenze passieren. Danach nahm das vor der Pause müde Match weiter an Fahrt auf, wobei die Steirer mehr vom Spiel hatten. Ein weiterer Elfmeter gab dem Spiel dann endgültig die Wende. Denn Tesevic (72.) machte seinen Fehler aus der ersten Spielhälfte mit einem verwerteten Strafstoß nach Foul von Jovanovic an Kröpfl wieder gut und traf zum 3:2. Gratkorn-Schlussmann Götzinger verhinderte in der Schlussphase mit einer tollen Parade bei einem Kopfball von Reich den neuerlichen Ausgleich.

Austria Lustenau mit 2:1 über SV Grödig
Die Hausherren gingen durch Kampel (6. Saisontor) in der 20. Minute hochverdient in Führung und bauten diese durch Stückler (30.) aus - beide Treffer bereitete Micic vor. Doch Grödig, das nach dem Seitenwechsel etwas zulegte, machte das Spiel noch einmal spannend: In der 65. Minute schloss Ex-Rieder Jonathan eine Aktion über Ouedraogo, sich selbst und Freudenthaler mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 ab (65.) - der dritte Saisontreffer des Spaniers kam aber zu spät. 

Altach feiert glanzlosen Sieg gegen Hartberg
Bereits am Montag hatte sich der SCR Altach zum Auftakt der 11. Runde auswärts gegen TSV Hartberg mit 2:0 durchgesetzt. Die entscheidenden Treffer erzielten Tomi (14.) und Ademi (83.). Tomi düpierte beim Führunstreffer die Hartberger Abwehr und schoss souverän ein, vermochte ansonsten jedoch so wie seine Kollegen nicht wirklich zu überzeugen. 

Über weite Strecken war zwischen dem Titelaspiranten und dem abgeschlagenen Schlusslicht kein Unterschied zu erkennen, ganz im Gegenteil: Die Hartberger erwiesen sich bei Möglichkeiten von Puntigam (11.), Omladic (25.), T. Hopfer (51.) und Domoraud (81.) sogar als die gefährlichere Mannschaft, zahlten aber schließlich den Preis für die vergebenen Chancen. 

In der 83. Minute zog der eingewechselte Ademi nach Pass von Pusic in den Strafraum und sorgte mit einem trockenen Schuss für die endgültige Entscheidung.

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