25.07.2020 06:01 |

Aufzucht für Kosmetika

Irrtümliche Polizei-Razzia in legaler Hanfplantage

Prächtig und auch verdächtig duftend standen 1800 Hanfpflanzen in der Halle eines Cannabis-Bauern in Wien-Liesing! Doch zur Ernte kam es nicht. Denn Drogenfahnder, WEGA und Polizeischüler holzten das vermeintliche Suchtgift ab. Der Züchter beteuert, die Stauden legal für Kosmetik angebaut zu haben.

„Wir sind Bauern und doch keine Drogendealer wie Pablo Escobar. Meine Pflanzen haben einen viel zu geringen, sogenannten Tetrahydrocannabinol-Gehalt, um als verbotenes Suchtgift zu gelten“, empört sich Plantagen-Besitzer Pascal Novosel und hält der „Krone“ auch das landwirtschaftliche Registrierblatt der Agrarmarkt-Austria (AMA) unter die Nase.

Pflanzen für Kosmetika
Umso schockierter ist der 53-Jährige über die Donnerstag um 3 Uhr morgens stattgefundene „Drogenrazzia“, bei der 20 Beamte - vor allem die jungen Polizeischüler - alles abgeholzt haben sollen. Zumal sich der „Irrtum der Fahnder“ erst nach vollendeter Ernte in der Halle in der Gutheil-Schoder-Gasse herausgestellt habe. Der Green-C-View-Firmenchef beziffert seinen Schaden mit 27.000 Euro und sagt: „Ich wollte aus dem THC-befreiten Cannabis edle Naturkosmetik-Öle erzeugen und diese verkaufen.“

Seitens der Wiener Polizei wird der Einsatz bestätigt. Die Ermittlungen, um welches Cannabis es sich handle, seien noch nicht abgeschlossen.

Mark Perry, Kronen Zeitung

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