23.07.2020 19:53 |

Plant auch ein Buch

Ex-Trump-Anwalt kommt wieder aus dem Gefängnis

Der zu drei Jahren Haft verurteilte ehemalige Anwalt von US-Präsident, Michael Cohen, weilte eigentlich wegen der Corona-Krise bereits seit Mai wieder außerhalb seiner Haftzelle - in Hausarrest. Vor zwei Wochen wurde der 53-Jährige aber erneut verhaftet, nachdem er angekündigt hatte, ein Buch über seinen ehemaligen Chef zu veröffentlichen. Diese Festnahme war allerdings nicht rechtmäßig, wie ein Gericht nur geurteilt hat.

In seiner Urteilsbegründung gab Bundesrichter Alvin Hellerstein an, dass er „Schwierigkeiten“ habe zu glauben, dass die Festnahme etwas anderes als eine Vergeltung für die Buchpläne gewesen sein soll. Während seines Hausarrests unterliegt Cohen strengen Auflagen. Das Verbot, mit der Presse zu reden, oder in sozialen Medien zu posten, dürfte aber gestrichen werden, hieß es in US-Medien. 

Cohen hatte sich 2018 vor Gericht wegen mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung. Bei Letzterem handelte es sich um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag von Trump ausgeführt hatte. Die Empfängerinnen sollen die Pornodarstellerin Stormy Daniels und das Ex-Playmate Karen McDougal gewesen sein. Im Dezember 2018 wurde der Ex-Anwalt zu drei Jahren Haft verurteilt.

Die zentrale Figur in mehreren Trump-Affären
Cohen hat mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet und war eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Er wurde oft als Trumps „Ausputzer“ beschrieben, bis es zum Bruch zwischen beiden kam. Cohen wandte sich von Trump ab und erhob vor Gericht und dem US-Kongress schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten.

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