Kampf in Spielberg

Formel brutal! Der Ring kennt keine Schmerzen

Formel 1
07.07.2020 05:46
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Brutal! Der Start der Formel-1-WM in Spielberg eröffnete nicht nur die neue Saison - am Ring stieg auch die erste Runde im beinharten Kampf zwischen Mercedes und Red Bull. Protest der Hausherren gegen das Sterne-Team, Kollision zwischen Hamilton und Albon, Bottas-Sieg im Bullen-Land - die Schlacht ist eröffnet!

Die Handschuhe sind weg, es fliegen die Fäuste! Der Saisonstart auf dem Red Bull Ring glich einem Boxkampf. Etliche Piloten verloren den Fight gegen den glühend heißen Ring - insgesamt gab’s gleich neun Ausfälle! Und dabei ging’s brutal zu: Nicht auszudenken, was hätte passieren können, als Kimi Räikkönen bei 200 km/h sein Vorderrad verlor. Vettel im Ferrari hatte Glück im Unglück, wurde nicht getroffen. Räikkönen-Rennstall Alfa Romeo zahlt 5000 Euro Strafe.

Alle Teile beisammen hatte Mercedes. Allerdings nicht problemlos. „Die Situation war ernst!“, erklärte Motorsportchef Toto Wolff nach dem Sieg von Valtteri Bottas. „Wir erkannten früh Probleme an seinem Auto. Wir haben ihn und auch Hamilton angewiesen, die Curbs zu meiden. Das Rennen hätte vorzeitig vorbei sein können.“

Gesetz der WM-Serie
Die ersten 25 Punkte der Saison sackte aber doch Mercedes ein. Im Bullen-Land Spielberg, wo zuletzt Max Verstappen zweimal triumphiert hatte. Das kratzt am Red-Bull-Ego. Zudem war’s ja auch Hamilton, der Alex Albon bei einer Kollision von der Strecke schoss! So schenkte man dem Rivalen doppelt ein. „Es war zwar kein gutes Wochenende für mich, aber das Team und Valtteri haben großartige Arbeit geleistet“, sagte Weltmeister Hamilton. „Wir haben zwar einen Doppelsieg verpasst, aber ich werde versuchen, meine Lehren aus dem Ganzen zu ziehen und es beim nächsten Mal besser zu machen.“

Nächstes Mal ist am 12. Juli, wieder in Spielberg. Wo Mercedes eine klare Ansage in Richtung WM ablieferte! Seit 2014 war der Vorsprung im Qualifying (fünf Zehntel) noch nie so groß. Und: In den letzten sechs Jahren wurde man viermal Weltmeister, nachdem man das erste Rennen gewonnen hatte…

Georg Kallinger, Kronen Zeitung

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