Appell an JKU-Chef:

„Bitte den Rektor, im Sinne der Tiere zu handeln“

Die an der Kepler-Uni in Linz geplanten Tierversuche schlagen auch außerhalb Oberösterreichs Wellen. Gabriela Kompatscher-Gufler, Mitbegründerin des Teams der Human-Animal-Studies (über Mensch-Tier-Beziehungen) der Universität Innsbruck appelliert an JKU-Rektor Meinhard Lukas, doch noch umzudenken.

„In diesem Sinne ergeht meine Bitte an Herrn Rektor Univ.-Prof. Lukas, im Sinne der Tiere tätig zu werden“, schließt die Wissenschaftlerin, die sich im Hauptfach mit dem Themenkomplex „Mensch und Tier im Mittelalter“ befasst, ihren Appell an den JKU-Chef. Denn nun gäbe es, im Falle des Umdenkens, für die Linzer Kepler-Uni „die großartige Chance, sich weitere internationale Verdienste, nämlich im Bereich der Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen zu erwerben“.

Human-Animal-Studies mit immer mehr Zuwachs
Damit würde sich, so Kompatscher, „auch ein Anschluss an das interdisziplinäre Fachgebiet der Human-Animal-Studies ergeben, die mittlerweile nicht mehr nur im englischsprachigen Raum, sondern auch in Mitteleuropa immer mehr Zuwachs gewinnen.“ Vor allem Studierende und junge Forscher und Forscherinnen, also jene Menschen, die bald unsere Zukunft gestalten würden, seien interessiert daran, Tiere als Individuen mit eigenen Bedürfnissen, Gefühlen, Wahrnehmungen, Erfahrungen, Vorlieben und Interessen zu sehen.

Nachempfinden, was wir Tieren antun
Bei Haustieren ist das ja üblich. Aber, so Kompatscher: „Wir können und sollen auch die Perspektive von sogenannten ,Nutz‘-Tieren, Versuchstieren, Pelztieren etc. einnehmen – dann sehen wir ganz klar, was wir diesen Tieren antun, wenn wir sie einsperren, transportieren, verwunden, töten etc., statt ihre Bedürfnisse nach einem Leben in Freiheit und Unversehrtheit zu beachten.“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Montag, 10. August 2020
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