30.06.2020 14:18 |

Umfrage zeigt:

Österreicher betrachten digitalen Wandel skeptisch

Die Österreicher sehen den digitalen Wandel zwiegespalten. Während in Schulen und Universitäten die Veränderungen gerne noch beschleunigt werden könnten, fand knapp die Hälfte der 1000 Teilnehmer einer Gallup-Umfrage im Auftrag der TeamBank AG, dass beim Einkaufen „das Maß überschritten“ sei.

Besonders die unter 30-Jährigen waren im Vergleich zu anderen Altersgruppen der Ansicht, dass es im Bildungsbereich ein zu geringes Maß an Digitalisierung gibt. Insgesamt sahen das fast zwei Drittel so.

„Aus Sicht der Generation 50Plus - die den Stand der Digitalisierung an Schulen und Universitäten jedoch kaum realistisch einzuschätzen vermag - steht es um den digitalen Wandel im Bildungssektor allerdings nicht so schlecht“, hieß es am Dienstag.

Einkaufswelt „geradezu übertrieben digital“
Aus Sicht knapp der Hälfte der Befragten (48 Prozent) war ihre Einkaufswelt „geradezu übertrieben digital“. Sie wünschten sich bei der Befragung wieder mehr Shopping an Ort und Stelle. Unter den über 50-Jährigen vertrat sogar mehr als die Hälfte die Ansicht, dass es im Bereich Einkaufen zu viele digitale Angebote gibt.

Umfrage fand vor Corona-Lockdown statt
Doch auch bei den 18- bis 29-Jährigen waren 37 Prozent der Ansicht, dass digitale Einkaufsangebote zu stark um sich greifen. Die Umfrage wurde allerdings von 1. Februar bis 12. März 2020 durchgeführt - und somit vor dem Wandel des Einkaufsverhalten der Österreicher durch die Coronapandemie.

Befragte wünschen sich digitale Amtswege
Neben dem Bildungsbereich sollte der technologische Wandel in den öffentlichen Einrichtungen stärker vorangetrieben werden. Einwohnermeldeämter und andere Behörden könnten aus Sicht von 39 Prozent der Befragten mehr auf das Internet und neue Kommunikationswege wie beispielsweise digitale Plattformen setzen.

Hier forderten besonders die jüngeren Befragten unter 30 Jahren größere Fortschritte. Im Gesundheitsbereich wünschte sich ein Drittel der Befragten mehr Digitalisierung zum Beispiel in Arztpraxen oder bei der Verwaltung von Patientendaten in einer digitalen Akte.

Auch bei Bankgeschäften wünschten sich die Befragten den persönlichen Kontakt: 41 Prozent waren der Meinung, dass das Bankensegment bereits zu digital ist. Gerade einmal ein Fünftel der Bevölkerung wünschte sich noch mehr digitale Angebote.

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