25.06.2020 12:21 |

In Lendorf:

Kärntner Drohnenforscher machen erste Experimente

Immer öfter kommen Drohnen zum Einsatz: Damit sie im Luftraum sicher wahrgenommen werden können, brauchen sie eine Anbindung an leistungsfähige Mobilfunknetze. Die Generation 5G verspricht neue Möglichkeiten mit hohen Datenraten. Forscher von Uni Klagenfurt, Lakeside Labs, Magenta und Deutscher Telekom haben jetzt erste Tests in einem kommerziellen 5G-Netz durchgeführt.

Die Flüge fanden am 5G-Testgelände von Magenta in Feichtendorf in der Gemeinde Lendorf bei Spittal statt. Die wissenschaftlichen Ergebnisse wurden danach bei der ACM-Konferenz MobiSys vorgestellt. Projektleiter Christian Raffelsberger von den Lakeside Labs: „Will man mit Drohnen via Mobilfunk kommunizieren, ist das eine neue Herausforderungen für Netzwerke.“ Sie sind ja ursprünglich für den Datenaustausch von Geräten am Boden optimiert.

Drohnen sind jedoch in der Luft unterwegs: Es kann passieren, dass sie Sichtverbindungen zu vielen Basisstationen haben und dadurch der Datenaustausch ins Wanken gerät. Andererseits verursacht auch die Drohne selbst Störungen im Netzwerk. Die Test wurden durchgeführt, um herauszufinden, wie schnell Informationen zur Drohne und zurück zur Basisstation geschickt werden können.

Christian Bettstetter, Professor für Mobile Systeme an der Uni Klagenfurt und wissenschaftlicher Direktor der Lakeside Labs, erklärt: „Von der Basisstation zur Drohne können wir die Vorteile von 5G bereits gut nutzen und schnell übertragen. Auf dem Retourweg sind die Daten langsamer.“ Die 5G-Basisstation in Feichtendorf sendet gleichzeitig auch LTE-Signale. Diese sind stärker und im Experiment hat die Drohne oft auf dieses zurückgegriffen.“

Bei der Entwicklung des Mobilfunkstandards muss man also berücksichtigen, dass sie in Zukunft auch von Drohnen gut nutzbar sein sollen."

 Kärntner Krone
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