BFI-OÖ-Geschäftsführer

„Neuen Beruf zu erlernen, das geht nicht nebenbei“

Er ist Geschäftsführer des Berufsförderungsinstituts und der Volkshochschule in Oberösterreich, Mitglied der BBRZ-Chefetage und Vorsitzender der Vereinigung der Arbeitgeber privater Bildungseinrichtungen. „Das greift alles ineinander“, sagt Christoph Jungwirth, der um ein Umdenken bei beruflichen Veränderungen kämpft.

Seit September 2005 steht Christoph Jungwirth an der Spitze des BFI Oberösterreich. Kursumsätze und Teilnehmer haben sich in dieser Zeit verdoppelt, Produktionsschulen und Ausbildungszentren für den Gastronomie- und Metallbereich wurden initiiert, die Schulen zur Ausbildung von Alten- und Behinderten-Pflegern aufgebaut. In Letzteren wird den Teilnehmern der Platz über Stiftungen und Fachkräftestipendien finanziert.

Gutes Paket ist notwendig
„Einen neuen Beruf zu erlernen, das geht nicht nebenbei“, betont der 54-Jährige, „es ist wichtig, den Menschen die Zeit dafür zu ermöglichen, ihnen aber auch einen Lebensunterhalt zu bieten und die Kurskosten zu tragen.“ Die Teilnehmer der Pflegeschulen etwa verpflichten sich nach dem Abschluss für einen Zeitraum, auch in dem Bereich zu arbeiten. Tun sie das nicht, müssen sie die Kurskosten selbst bezahlen.

IT-Know-how gefragt
„Derzeit kann man einen neuen Beruf nur lernen, wenn man arbeitslos ist und schwer vermittelbar“, sagt Jungwirth, „aber es braucht einen präventiven Ansatz, wenn es um Erwachsenenbildung geht.“ „Die Angst vor dem Wandel am Arbeitsmarkt“ könnte man so nehmen, ist er überzeugt. Was den Arbeitgebern von heute bei Mitarbeitern wichtig ist? IT-Kenntnisse, das Handling von Daten, einfaches Programmier-Know-how. „Programmieren ist so etwas wie eine neue Fremdsprache“, so Jungwirth.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Dienstag, 07. Juli 2020
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