Die „Krone“-Geschichte, dass das 124 Jahre alte Spielwarengeschäft Beyerl auf der Landstraße mit Ende September zusperrt, hat unzählige Linzer, welche mit dem „Kinderparadies“ schöne Erinnerungen verbinden, in Schockstarre versetzt und nun auch die Politik auf den Plan gebracht.
So auch FP-Stadtrat Michael Raml: „Mein Großvater hat mir in den Neunzigern mein erstes ferngesteuertes Auto beim Beyerl gekauft.“ Er würde sich wünschen, dass das Geschäft erhalten bleibt. Im Gespräch mit der „Krone“ hatte Beyerl-Chefin Maria Pichl allerdings gemeint: „Ich hätte einen Nachfolger suchen können, aber ich kenne das Geschäft schon so lange, dass ich der Meinung bin, dass ich das keinem Jungunternehmer heutzutage antun will.“
Kein funktionierendes City-Marketing
VP-Stadtparteigeschäftsführer Thomas Naderer kritisiert die Bürgermeister-Partei: „Die Linzer SPÖ sieht tatenlos zu, wie ein Geschäft um das andere zusperrt.“ Es könne nicht sein, dass eine Stadt wie Linz kein funktionierendes City-Marketing und im speziellen kein eigenes Leerstandsmanagement habe. „Ich vermisse eine koordinierte Vorgangsweise von Bürgermeister Luger“, so Naderer.
„ÖVP hat Rohrkrepierer geliefert“
Luger auf „Krone“-Anfrage äußerst deutlich: „Ich habe selten etwas Dümmlicheres gehört und halte es für letztklassig aus der traurigen, aber nachvollziehbaren Beyerl-Geschichte politisches Kapital schlagen zu wollen. Die ÖVP hat mit dem City-Management 2021 einen Rohrkrepierer geliefert. Ich arbeite mit dem City Ring an einem Quartiersmanagement, brauche dafür keine Zurufe.“
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