11.06.2020 10:00 |

Meteorologie-Studie

Unwettergefahr steigt: Großes Donnerwetter droht

Zu nass, zu kalt, zu trocken, zu heiß: Beim Wetter gibt es nur zwei Konstante. Erstens: Es wird nie allen recht sein. Zweitens: Im Schnitt wird es immer wärmer. Und gerade Letzteres verursacht neue Wetterkapriolen. Wie eine aktuelle Studie belegt, hat das Unwetterpotenzial in Österreich sogar um 20 Prozent zugenommen.

Mit 2,31 Einschlägen pro Quadratkilometer hält Feldkirchen derzeit den Kärntner Blitz-Rekord.

Obwohl es dieses Jahr bislang ruhig war, haben die Wetterlagen mit Unwetterpotenzial in den vergangenen 20 Jahren um 20 Prozent zugenommen, besagt eine Studie der ZAMG. „Wir ermitteln Indikatoren für das Auftreten von schweren Gewittern und untersuchen Änderungen ihres Vorkommens in den vergangenen Jahrzehnten“, erklärt Klimaforscher Georg Pistotnik. Mit dem Klimawandel habe das Unwetterpotenzial insofern zu tun, als dass pro Grad Erwärmung sieben Prozent mehr Wasserdampf in der Atmosphäre aufgenommen werden können.

Dieses Plus führe zu mehr Starkregenereignissen. „Die Kondensation von Wasserdampf setzt auch große Energiemengen frei, die den Auftrieb in Gewitterwolken verstärken und damit indirekt heftigere Wettererscheinungen ermöglichen“, erklären die Meteorologen. Insgesamt dürften Gewitter in mediterran´ geprägten Sommern seltener werden. In den dazwischen eingestreuten Sommern mit erhöhter Tiefdruckneigung drohen hingegen verstärkt Extremereignisse: die Gewittersaison wird länger (in Richtung Frühling und Herbst). Wie ein Gewitterjahr wird, lasse sich bereits im Frühjahr absehen, heißt es: „Der Stand der Bodenfeuchtigkeit zu Beginn einer Sommersaison verleiht der Atmosphäre eine Art Erinnerung, die sie bis zum Ende des Sommers nicht verliert.“

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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Dienstag, 14. Juli 2020
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