08.06.2020 13:07 |

„Schaurige Töne“

„Singende“ Golden Gate Bridge nervt die Anrainer

Die Golden Gate Bridge, das vermutlich berühmteste Wahrzeichen von San Francisco, gibt seit Kurzem ungewöhnliche Geräusche von sich. Quelle des „Gesangs“ ist ein neu errichtetes Radweggeländer, das die Aerodynamik der Brücke an besonders windigen Tagen verbessern soll. Einige Anrainer sind genervt vom „abgedrehten“ Sound, den das mehr als 80 Jahre alte Bauwerk jetzt erzeugt und der kilometerweit zu hören ist.

„Die neuen Töne von der Brücke sind ein bekanntes und unvermeidliches Phänomen, das sich aus unserem Wind-Nachrüstungsprojekt bei sehr starkem Wind ergibt“, wird ein Sprecher der Golden-Gate-Bridge-Verwaltung in der englischen Tageszeitung „Guardian“ zitiert. Demnach sollen die neuen Radweg-Geländer das Bauwerk bei starkem Wind aerodynamischer machen. Man sei sich bewusst gewesen, dass es an windigen Tagen Geräusche geben könne.

Die Nachrüstung sei aber notwendig, um die Sicherheit und die strukturelle Integrität der Brücke für kommende Generationen zu gewährleisten, heißt es seitens der Brückenverwaltung. „Wir wussten, dass die Brücke bei außergewöhnlich starkem Wind aus dem Westen ,singen‘ würde. Wir freuen uns, dass das neue Geländer den Wind reibungsloser über die Brücke fließen lässt.“

Anrainer von Klängen nicht erfreut
In den sozialen Netzwerken werden Aufnahmen der „singenden“ Hängebrücke geteilt. Vor allem die Anrainer haben keine große Freunde mit den Klängen: Es mache einen verrückt, schreibt etwa User Ray Ryan, dessen Haus knapp fünf Kilometer von der Golden Gate Bridge entfernt ist, auf Twitter.

„Schaurig, es tut in den Ohren weh“
Eine Frau beschreibt den Sound gegenüber dem Nachrichtensender CNN als „schaurig“, aber „friedlich“. „Also, die Brücke hat angefangen zu schreien. Das ist jetzt unser Leben“, nahm es anderer mit Humor. „Es tut den Ohren weh und es ist unerträglich laut“, berichtet hingegen User Max Krueger auf Twitter.

Auf der Golden Gate Bridge, die im Mai 1937 eröffnet wurde, sind jährlich 40 Millionen Autos unterwegs, dazu jeden Tag bis zu 6000 Radfahrer und mehr als 10.000 Fußgänger.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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