Trügerischer Geldsegen
Gutschein macht Britin zur reichsten Frau der Welt
Ein Weihnachtsgeschenk für umgerechnet rund 11 Euro hat eine 29-Jährige aus Nottingham zur reichsten Frau der Welt gemacht – zumindest auf dem Papier. Als sie ihren Café-Gutschein einlösen wollte, zeigte die Kasse plötzlich ein Guthaben von mehr als 63 Quadrillionen Pfund an. Eine Zahl mit 15 Nullen. Der Haken: Das Vermögen lässt sich nur für Kaffee und Croissants ausgeben.
Wie die „Nottingham Post“ berichtet, hatte Sophie Downing zu Weihnachten einen Gutschein über 10 Pfund (rund 11 Euro) für die Kette 200 Degrees Coffee erhalten. Als sie Mitte Februar in einer Filiale einen Matcha Latte kaufen wollte, erschien auf dem Display jedoch ein Betrag von mehr als 63 Quadrillionen Pfund (72,19 Billiarden Euro).
100.000 Mal reicher als Elon Musk
Zum Vergleich: Das Vermögen von Elon Musk – dem reichsten Menschen der Welt – wird in einem der Berichte mit rund 852 Milliarden US-Dollar angegeben, das sind etwa 722 Milliarden Euro. Der angezeigte Gutscheinbetrag würde Downing damit rechnerisch 100.000-mal reicher machen als Musk.
Auch im Verhältnis zur Weltwirtschaft wirkt die Zahl enorm: Das weltweite Bruttoinlandsprodukt lag 2024 bei rund 111 Billionen US-Dollar (etwa 100 Billionen Euro).
Kassierer: „Sie können es ruhig behalten“
„Ich fand das wirklich lustig. So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte Downing gegenüber dem Blatt. Der Kassierer sei ebenfalls irritiert gewesen: „Der Mann an der Kasse war total verwirrt. Sein Gesichtsausdruck war einfach nur: ,Was?‘ Diese riesige Zahl erschien auf der Kasse. Er meinte: ,So etwas habe ich noch nie gesehen, aber Sie können es ruhig behalten.‘“
Erst auf dem Kassenbon habe sie das tatsächliche Ausmaß bemerkt: „Mir ist das erst aufgefallen, als er mir die Quittung gab. Ich dachte: ,Das kann doch nicht sein, das ist ja verrückt.‘“
Unternehmen bislang schweigsam
Fünf Tage später nutzte sie die Karte erneut – das Guthaben befand sich weiterhin im Bereich mehrerer Dutzend Quadrillionen Pfund, also Billiarden. Downing, die ein Haarentfernungsservice betreibt, vermutet einen technischen Fehler. Möglicherweise sei ein Barcode falsch gescannt worden und habe sich in einen Kontostand „verwandelt“. Eine Bestätigung des Unternehmens 200 Degrees liegt laut den Berichten bislang nicht vor.
Glückliche will Fehler nicht ausnutzen
Trotz des theoretisch gigantischen Guthabens will Downing den Fehler nicht ausnutzen. „Ich könnte hineingehen und alles aus dem Regal räumen, aber ich möchte mich nicht darüber lustig machen beziehungsweise den Fehler ausnutzen“, wird sie zitiert. So bleibt sie vorerst die wohl reichste Frau der Welt – allerdings nur, was den Kauf von Kaffees und Croissants angeht.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.