30.05.2020 10:00 |

Fußball

Pfeifenberger: „Es wird ein großes Umdenken geben“

Nach seinem schnellen Aus beim litauischen Meister FK Suduva ist Heimo Pfeifenberger als Trainer und Sportdirektor zurück in Grödig. Freitag einigte sich der 53-jährige Lungauer mit Manager Christian Haas vorläufig auf einen Einjahres-Vertrag. Salzburgs Fußball-Ikone über seine Gründe, Ziele - und sein Gehalt

Heimo, Mitte April gab’s die Entlassung beim litauischen Meister FK Suduva. Jetzt kehrst du als Trainer und sportlicher Leiter zum SV Grödig zurück in die Regionalliga. Jetzt werden sich viele fragen: Warum tut sich das Salzburgs Jahrhundertfußballer mit 53 noch einmal an?

Ich habe mir das sehr gut überlegt, mit Manager Christian Haas viel diskutiert. Es ist eine coole Geschichte. Ich wohne in Grödig, Haas ist auf mich zugekommen. Und in Zeiten wie diesen weiß man nicht, wie es im Fußball weitergeht.

Sprich, es gab auch keine anderen Angebote, auch nicht von Bischofshofen, dass dich im Herbst holen wollte?

Nein, jetzt war tote Hose. Es wird generell ein Umdenken im Fußball stattfinden, auch im Amateurbereich. Und ich will mit Grödig einfach etwas bewegen.

Du warst zu Beginn deiner Trainerkarriere von 2007 bis 2009 und von 2010 bis 2012 in Grödig, hast mit Haas auch den einen oder anderen Strauß ausgefochten. Doch damals war immer der Aufstieg das Ziel. Und jetzt?

Der Aufstieg ist null Thema. Es geht ums Regionale. Die Kinder müssen gerne kommen, der menschliche Zugang ist gefragt. Motto: Zurück zu den Wurzeln! Und dann gibt es sicher auch Spieler, die über die Regionalliga den Sprung in den Profifußball schaffen können. Wir werden versuchen, alle Grödiger Burschen heimzuholen. Und zum Verhältnis zu Haas: Damals waren wir noch beide jung (lacht), im Grunde haben wir uns immer verstanden.

Aber wer Haas kennt, weiß: Insgeheim träumt er von einer Rückkehr in den Profifußball.

Ganz ausgeschlossen ist das nicht. Aber Christian Haas selbst weiß, dass er das allein nicht stemmen kann. Wenn sich einmal mehr finden mit dem gleichen Ziel, ist das sehr wohl ein Thema.

Was passiert mit dem bisherigen Trainer Miro Bojceski?

Ich hoffe schon, dass Miro im Verein bleibt. Er wohnt ja auch in Grödig, ich will ihn auf jeden Fall halten.

Wann legst du los?

Wir beginnen nächste Woche mit dem Training. Die Kaderplanung läuft. Um Routiniers wie Schubert und Völkl soll ein junges Team geformt werden.

... das in der Regionalliga welches Ziel verfolgt?

Ein Platzierungsziel gibt es nicht. Es ist eine spannende, ausgeglichene Liga. In der es mit dem FC Pinzgau nur einen Verein mit ganz großen Ambitionen gibt.

Du hast gesagt, es wird ein Umdenken geben, auch im Amateurbereich. Inwiefern?

Es müssen alle mit ihren Ansprüchen zurück.

Also auch finanziell. Wieviel verdient Heimo Pfeifenberger als Grödig-Coach?

(Schmunzelt) Ich weiß, in welchem Bereich ich mich hier bewege, nicht im Profi- sondern im Amateurfußball. Ich bin zwar beim Klub angestellt, aber das war nicht der Grund, mich zu engagieren. Ich will etwas bewegen.

Herbert Struber
Herbert Struber
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