„Ist auch unser Ziel“

Salzburg vor Cup-Finale: Bayern als großes Vorbild

Red Bull Salzburg ist sich der klaren Favoritenrolle im ÖFB-Cup-Finale gegen Zweitligist Austria Lustenau am Freitag (20.45 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) bewusst. Als großes Vorbild dient im Vorfeld auch der FC Bayern.

In Deutschland stehen Geisterspiele schon auf der Tagesordnung. Diese werden auch in Österreich mit Spannung verfolgt, wie am Dienstag vor allem der Liga-Schlager zwischen Borussia Dortmund und Bayern München. Auch Salzburg-Coach Jesse Marsch beschäftigte sich damit näher: „Bayern war klar besser was die Kommunikation auf dem Platz betrifft, Dortmund war relativ ruhig. Es ist ein Vorteil, wenn die Mannschaft mehr Persönlichkeit auf dem Platz hat, das ist auch unser Ziel in den kommenden Spielen.“

Die Bayern gewannen am Ende 1:0 - ein Ergebnis, das Salzburg am Freitag zufrieden stimmen würde. „Die ganze Situation ist sehr speziell, weil es ein Spiel ohne Zuschauer ist. Das wird am Anfang sicher ungewohnt sein, im Spiel selber vergisst man das aber glaube ich schnell“, schilderte Kapitän Andreas Ulmer. Alles andere bleibe gleich. „Es ist ein Finalspiel, in dem wir einen Titel gewinnen können und das ist unser großes Ziel.“ Der 34-Jährige spielt seit 2009 bei den „Bullen“, war damit bei allen sieben Finalteilnahmen und sechs Titeln im Cup dabei. Zum Einsatz kam er allerdings nur viermal, 2015 sowie 2018 und 2019 musste er verletzungsbedingt passen.

Marsch: „Es ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen“
„Es ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen“, betonte Marsch zwei Tage vor der Partie in Klagenfurt. Die geht nach fast dreimonatiger Pflichtspiel-Pause aufgrund der Coronavirus-Pandemie als Geisterspiel über die Bühne. „Es ist ein bisschen komisch, solch ein großes Spiel gleich am Anfang zu haben“, meinte Marsch. Sein Team war zuletzt am 8. März beim 2:0-Heimsieg in der Liga gegen Sturm Graz in einem Bewerbspiel im Einsatz und muss nun exakt zwei Wochen nach der Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings gleich in einem Alles-oder-Nichts-Spiel reüssieren. „Wir müssen verstehen, dass die Situation nicht einfach ist. Wenn wir denken, dass unser Talent genug ist, dann werden wir Ärger bekommen“, warnte der US-Amerikaner.

Geisterspiel ein Vorteil für Lustenau?
Er hat daher in den letzten Tagen auch über diese Thematik „viel“ mit seinen Kickern gesprochen. „Wir müssen bereit sein und brauchen eine Topleistung“, so Marsch. Beim einzigen in der Corona-Pause erlaubten Test gab es vergangenen Freitag in Wals-Siezenheim nur ein 1:1 gegen die WSG Tirol. „Wattens war ein guter Gegner für uns für dieses Spiel. Sie haben auch tief verteidigt, auf Umschalten und Standards geschaut“, erläuterte Marsch. An die Kulisse - das leere Stadion - konnte man sich gleich einmal gewöhnen. Laut Marsch sei das „vielleicht besser für die Mannschaft, die der Underdog ist“.

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