04.05.2020 09:54 |

Ab 10 Uhr

Live-Übertragung: 75 Jahre Selbstbefreiung Kärnten

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Kärnten. Aus diesem Anlass findet heute, Montag, ab 10 Uhr eine Pressekonferenz zum Thema „75 Jahre Selbstbefreiung Kärnten statt“. Die „Kärntner Krone“ überträgt den Termin live, der Stream kann hier nachgeschaut werden. Dieser Artikel wird laufend aktualisiert!

Neben Landeshauptmann Peter Kaiser nehmen auch Landtagspräsident Reinhart Rohr und Landesarchivdirektor Thomas Zeloth teil. 

Am 7. Mai 1945 hat die Selbstbefreiung Kärntens stattgefunden. „Als wir diese Gedenkveranstaltung geplant haben, hat niemand mit der aktuellen Situation gerechnet“, beginnt Landeshauptmann Peter Kaiser die Pressekonferenz. Er zitiert aus dem historischen Dokument der damaligen provisorischen Landesregierung: „Es lebe das demokratische Kärnten im freien Österreich!“

„Wir wissen alle, welch schwierige Tage die letzten Kriegstage und auch die ersten Friedenstage waren“, betont Kaiser. Auch heute sei es noch wichtig, sich an diese Zeit zu erinnern und sich zur Demokratie zu bekennen. Die Wiedererlangung der Macht der provisorischen Landesregierung war „ein riskanter, das eigene Leben riskierender politischer Akt“, so der Landeshauptmann.

Landtagspräsident Reinhart Rohr erklärt: „Wir hatten ein Sympsium im Landesarchiv geplant - aber es ist den Corona-Maßnahmen zum Opfer gefallen.“ Die Tage um den 7. Mai 1945 waren laut Rohr „ganz entscheidende Tage zur Wiedererlangung der freien Meinung“. Der Geist des Dialogs sei in unserem Bundesland inzwischen fest verankert: „So fix, dass er sogar in der Landesverfassung steht.“ Jeder Jahrestag müsse zugleich als Mahnung und Auftrag zu sehen sein, die Demokratie zu verteidigen.

Landesarchivdirektor Thomas Zeloth erinnert: „Im ganzen Land haben sich in dieser Zeit bereits Widerstandsgruppen formiert - nicht nur die Partisanen in Südkärnten. Die Menschen waren kriegsmüde.“ Städte wie Klagenfurt, Villach und Spittal an der Drau waren zerbombt. NSDAP-Gauleiter und Reichsstatthalter Friedrich Rainer wurde zum Rücktritt aufgefordert - am 7. Mai 1945 wurde er um 23 Uhr zum Rücktritt gezwungen.

Mit dem Begriff der Befreiung seien verschiedene Wahrnehmungen verknüpft, so Zeloth. Am 7. Mai 1945 geschah ein „ein erster Akt der politischen Selbstbefreiung - nicht mehr, aber auch nicht weniger.“ Die Selbstbefreiung Kärntens sei laut Landeshauptmann Kaiser nur einer der Aspekte des Kriegsendes in unserem Bundesland - ohne die Widerstandsgruppierungen wäre das nicht möglich gewesen.

 

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