25.04.2020 21:11 |

Streit mit Regierung

Dyson will nun doch keine Beatmungsgeräte bauen

Nach einem angeblichen Streit mit der britischen Regierung hat der britische Hersteller Dyson das angekündigte Projekt, Beatmungsgeräte für Covid-19-Patienten herzustellen, nun abgeblasen.

Mit den 10.000 Beatmungsgeräten, die der Staubsaugerhersteller Dyson der britischen Regierung im Kampf gegen das Coronavirus versprochen hatte, wird es nun doch nichts: Die Regierung habe mitgeteilt, dass die Geräte nicht mehr benötigt werden. Weil derzeit nur ein Viertel der verfügbaren Beatmungsgeräte in Großbritannien in Verwendung seien, habe man beschlossen, die Entwicklung und Produktion zu beenden.

Stillstand bei Projekt
Obwohl man umgerechnet bereits knapp 23 Millionen Euro investiert habe, werde das Unternehmen keine öffentlichen Gelder annehmen, sagte Gründer James Dysen gegenüber „Engadget“. Die weitere Forschung und Zeit werde zeigen, ob das Dyson-Beatmungsgerät eventuell in anderen Ländern noch Verwendung finden werde. Aktuell werde das Projekt jedenfalls nicht weiterverfolgt. 

Regierungsvertreter sollen dem Staubsauger-Hersteller außerdem vorgeworfen haben, er habe sich mit der raschen Ankündigung in der Corona-Krise in der Öffentlichkeit profilieren wollen. Damit habe er auch die Strategie der Regierung untergraben, einen strategischen Plan zu präsentieren, wie die Kapazitäten des britischen Gesundheitssystems aufgestockt werden können.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 28. Februar 2021
Wetter Symbol