21.04.2020 19:15 |

„Solidarität zeigen“

Gehälter-Spenden auch aus den Landesregierungen

Nach der Ankündigung der Mitglieder der Bundesregierung vom Montag, jeweils ein Netto-Monatsgehalt an eine ausgewählte Organisation zu spenden, sind am Dienstag auch die Landesregierungen nachgezogen. Entsprechende Bekundungen kamen bis dato etwa aus Niederösterreich, Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark, Kärnten, Vorarlberg, Tirol und Wien.

Wie Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstag in einer Pressekonferenz erklärte, sei ein entsprechender Vorschlag in der Regierungssitzung am Dienstag angenommen worden. Die Mitglieder der Wiener Landesregierung werden jeweils auf ein Monatsgehalt verzichten und dieses spenden.

In Niederösterreich folgen die Landesregierungs-Mitglieder von ÖVP und SPÖ dem Beispiel der Bundesregierung und werden ebenfalls je ein Netto-Monatsgehalt für wohltätige Zwecke zur Verfügung stellen. Die Spenden gehen u.a. an Schülerinnen und Schülern besonders bedürftiger Familien, konkret zur Ausstattung mit Laptops. „Um den Kindern gerade jetzt beim Home-Schooling, aber auch danach das Lernen und die Mitarbeit am Unterricht zu erleichtern“, begründete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Initiative. 

Auch die sieben Mitglieder der Salzburger Landesregierung inklusive Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) werden jeweils ein Netto-Monatsgehalt an karitative Organisationen spenden. Laut dem Sprecher des Büros Haslauer wird der gespendete Betrag der Regierungsmitglieder in Summe rund 50.000 Euro ausmachen. Jedes Regierungsmitglied soll selbst entscheiden, an wen die Spende gehen soll.

„Zeichen der Solidarität“
Die Vorarlberger Landesregierung kündigte am Dienstag an, ein „Zeichen des Zusammenhalts und der Solidarität“ setzen zu wollen. Die Regierungsmitglieder überweisen jeweils ein Monatsnettogehalt an das Vorarlberger Sozialwerk, das seit knapp 35 Jahren Menschen in unverschuldeten Notsituationen unterstützt.

Tirols Landeschef Günther Platter (ÖVP) kündigte in einer Video-Pressekonferenz ebenfalls an, dass alle Mitglieder der Landesregierung ein Netto-Gehalt spenden werden.

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und sein ÖVP-Regierungsteam werden je ein Netto-Monatsgehalt an eine soziale Organisation spenden. „Das ist für uns ein Signal des Miteinanders und der Solidarität in dieser herausfordernden Zeit“, teilte Stelzer Dienstagnachmittag mit.

Auch in Kärnten überlegt man, einen Spendenbetrag aufzubringen, erklärte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Dienstag. Aus welchen Geldern diese sich speist und wie hoch sie ausfallen wird, ließ er aber offen. Man wolle sich „von niemandem treiben lassen“, wichtig sei, dass das Geld „nachhaltig für die Kärntnerinnen und Kärntner wirksam“ werde. 

Aus der Steiermark verlautete Ähnliches: Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und LHStv. Anton Lang (SPÖ) sagten, dass die Mitglieder der Landesregierung jeweils ein Nettomonatsgehalt an eine steirische Organisation spenden wollen. Das sei ein Akt des steirischen Miteinanders - man wolle es aber „nicht an die große Glocke hängen“.

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