Zu wenig Ortschefinnen

Spitzenpolitik bleibt weiter eine Männer-Sache

Oberösterreichs Politik ist weiter fest in Männerhand! Auch wenn seit dem letzten Weltfrauentag am 8. März 2019 zwölf neue Bürgermeisterinnen angelobt wurden, stehen in nur 41 der 438 Gemeinden die Frauen an der Spitze. Der Anteil von 9,3 Prozent ist nur um eine Spur höher als der bundesweite Schnitt.

„Ein durchaus erfreuliches Bild“, zeigt für den Gemeindebund der Blick in Österreichs Amtsstuben. 181 Frauen bekleiden derzeit das Amt der Bürgermeisterin. Das entspricht einem Anteil von 8,6 Prozent. „Das ist eine positive Entwicklung und ein historischer Höchststand“, ist Präsident Alfred Riedl zufrieden. Er betont aber auch, dass natürlich noch Luft nach oben sei.

Zwölf neue Bürgermeisterinnen
Auch in Oberösterreich. Wo zuletzt reihenweise Frauen Männer an der Spitze der Gemeinden abgelöst haben. Gleich zwölf neue Ortschefinnen wurden in den letzten zwölf Monaten angelobt. 41 Gemeindeoberhäupter sind nun weiblich.

In Gemeinderäten ein Viertel Frauen
Deutlich höher ist der Frauenanteil bei den Vizebürgermeister-Ämtern mit einem Anteil von rund 20 Prozent. Die höchste Quote erreichen die Frauen bei der Verteilung der Gemeinderatsmandate. 5101 Männern sitzen in den Ortsparlamenten 1875 Damen gegenüber. Die Pfarrkirchner Bürgermeisterin Daniela Chimani glaubt nicht, dass das damit zu tun haben könnte, dass Frauen nicht gerne in der ersten Reihe stehen wollen. „Als Bürgermeisterin oder Vize-Bürgermeisterin ist der Terminkalender deutlich voller“, sagt die vierfache Mutter.

Nur zwei Landesrätinnen
Ähnlich sieht es auf landespolitischer Ebene aus. Im Landtag sitzen 35 Männer und 21 Frauen. Die Regierungsverantwortung tragen nur zwei Damen, auf den restlichen sieben Stühlen sitzen Männer.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 11. August 2020
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