Gratkorn - Altach 0:5
Dank einer furiosen zweiten Hälfte haben die Vorarlberger ihren erfolgreichen Start fortgesetzt und übernahmen die Tabellenführung. Philipp Netzer in der 50. Minute und Harald Unverdorben (51.) nur Augenblicke später legten das Fundament für einen ungefährdeten Erfolg. Tomi (61.), Patrick Scherrer (64.) und erneut Netzer (69.) sorgten für den Endstand.
In der ersten Hälfte hatten die Gäste noch einige Probleme. Die Altacher begannen druckvoll und hatten durch Tomi (8.) bereits früh eine gute Torgelegenheit. Nach einer Viertelstunde erfingen sich die Gastgeber jedoch nach und nach. Bei Temperaturen rund um 30 Grad setzte Gratkorn vor allem auf Konter und überließ den Vorarlbergern das Spiel. Die Taktik ging jedoch nur bis zum ersten Gegentreffer auf. Danach hatte Altach die Partie im Griff und traf nach Belieben.
Admira - FC Lustenau 1:1
Die hohen Temperaturen waren über weite Strecken der dominante Faktor einer mäßigen Partie. Die Admira ging mit einer 1:0-Führung durch den zweiten Saisontreffer von Benjamin Sulimani, der eine Palla-Flanke per Kopf versenkte (37.) in die Pause - und das aufgrund des aktiveren Spiels nicht ganz unverdient.
Nach dem Seitenwechsel traf allerdings der kurz zuvor eingewechselte Phillip Hagspiel im zweiten Anlauf für die Lustenauer, nachdem sein erster Schuss noch abgeblockt worden war (71.). Die Admira-Defensive machte keine gute Figur, der Ball durchlief mehrere Stationen ehe er bei Hagspiel landete. Dabei hatte die Admira zuvor auf das 2:0 gedrückt, Rene Schicker (48.) und Daniel Toth (51.) waren aber gescheitert. Im Finish musste die Admira sogar noch froh über einen Punkt sein: William (85.) und Dulundu (89.), der schon in der 73. Minute eine gute Möglichkeit ausgelassen hatte, trafen aus aussichtsreichen Positionen das Tor nicht.
Vienna - SV Grödig 3:2
Als Goalgetter der Wiener präsentierte sich wieder Rade Djokic, nach seinen drei Toren in der ersten Runde traf der 27-Jährige diesmal zweimal. Beide Male leistete ihm allerdings Grödig-Goalie Martin Eisl Schützenhilfe. Beim 1:0 (5.) ließ der Schlussmann einen Djokic-Weitschuss unter dem Körper passieren, beim 3:1 (56.) fasste er eine Ilic-Hereingabe nicht richtig. Djokic staubte ab.
Das zweite Vienna-Tor besorgte Martinez (22.), ehe Routinier Drechsel aus einem von Referee Ouschan unberechtigt gegebenen Foul-Elfmeter Sekunden vor der Pause das Anschlusstor gelang. Das schönste Tor des Spiels gelang dem eingewechselten Jukic zum 2:3-Endstand (66.). Ouedragogo erwischte den Ball gerade noch vor der Toroutlinie, Jukic schob aber trocken ein.
Der Sieg ging im Endeffekt in Ordnung, auch wenn die Vienna von zwei Tormannfehlern profitierte und nach dem zweiten Grödiger Tor noch etwas Druck der Gäste ausgesetzt war. Kurios, dass im Finish die Grödiger Karner und Pfeilstöcker jeweils mit Kopfverband spielten, nachdem sie bei einem Kopfballversuch zusammengekracht waren.
Hartberg - SKN St. Pölten 2:2
Die Steirer, die mit einem 0:4 in Altach einen krassen Fehlstart in die neue Saison verzeichnet hatten, gingen in der 19. Minute durch einen Elfmeter in Führung. Lenko hatte ein unnötiges Foul an Rakowitz im Strafraum fabriziert, er sah dafür Gelb, die Zuschauer freuten sich über die Führung durch Kölbl. Der strenge Schiedsrichter Steuer schickte aber schon in der 25. Minute Hartberg-Verteidiger Rodler nach der zweiten Gelben Karte vom Platz. Noch vor der Pause erhöhten die Hausherren auf 2:0: Domoraud zog nach einem schönen Kölbl-Pass aufs Tor, Speiser zog die Notbremse, doch Omladic verwertete den dafür verhängten Freistoß aus 20 Metern mit einem perfekt gezirkelten Schuss über die Mauer ins Kreuzeck.
Nach Seitenwechsel stand zunächst wieder der etwas kleinliche Referee im Mittelpunkt: Steuer schickte innerhalb weniger Minuten zunächst St. Pölten-Verteidiger Lenko und dann Hartberg-Stürmer Domoraud jeweils mit Gelb-Rot in die Kabinen. Dann wurde das Match aber auch sportlich gesehen spannender. Der immer stärker werdende Thürauer kam in der 57. Minute glücklich im Strafraum zum Ball, verwertete aber perfekt zum Anschlusstreffer. Die Gäste drängten nun auf den Ausgleich und in der 79. Minute wurde ein wahrer Sturmlauf auch belohnt. Popp verwertete einen Corner von Fallmann.
Austria Lustenau - WAC/St. Andrä 0:1
Zwar bestimmte Lustenau das Spiel, dennoch gingen die Vorarlberger mit einem Rückstand in die Pause. Ein schöner Freistoß von Marco Reich sprang von der Latte zurück ins Spielfeld, wo Gernot Messner (21.) zur Stelle war und die Kärntner in Führung brachte.
WAC/St. Andrä verteidigte geschickt, daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Die große Ausgleichschance hatte Danijel Micic in der 64. Minute, sein Schuss klatschte aber nur an die Latte. Den Vorarlbergern fehlte jedoch die Durchschlagskraft, um das Tor der Gäste entscheidend zu gefährden.
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