11.02.2020 13:13 |

Kracher gegen LASK

Halbfinal-Endspiel hat Beigeschmack

Mit Salzburg und LASK treffen sich die besten Klubs im ÖFB-Cup schon in der Vorschlussrunde. Der Titelverteidiger jubelt über den Heimvorteil. Im Endspiel in Klagenfurt am 1. Mai droht aber eine Geisterkulisse.

Das eine Halbfinale bestreiten Austria Lustenau und Wacker Innsbruck, im anderen empfängt Salzburg - besiegte am Sonntag Amstetten 3:0 - wie schon beim Liga-Frühjahrsstart am Freitag den LASK. Im Ländle steigt ein biederes Zweitliga-Duell, in der Mozartstadt prallen indes die Euro-Fighter und aktuell besten rot-weiß-roten Klubs aufeinander. Konträrer könnte die ÖFB-Cup-Vorschlussrunde, die schon am 3. bzw. 4. März ausgetragen wird, wahrlich nicht sein.

Die Freude über das vorweggenommene Finale hält sich in Grenzen. Auch, wenn das weder in Salzburg noch in Linz jemand so sagen will: „Es war unausweichlich, dass wir irgendwann auf Salzburg treffen“, drückt’s LASK-Verteidiger Trauner sehr diplomatisch aus. Sein Coach Ismaël hält fest: „Die Auslosung hat uns ein vorgezogenes Finale beschert. Für alle hier ist es ein großes Highlight. Wir nehmen die Challenge um den Aufstieg ins Finale mit Salzburg an!

Der Titelverteidiger begrüßt den Heimvorteil mit womöglich 17.300 Fans im Rücken, hätte den Kracher aber wohl auch lieber erst am 1. Mai in Klagenfurt erlebt. Sportchef Christoph Freund geht freilich auf ein mögliches Endspiel gar nicht erst ein: „Dieses Halbfinale gegen den LASK ist ein großes und wichtiges Match, auf das wir uns freuen. Schön ist auch, dass wir nach langer Zeit endlich wieder einmal ein Cup-Heimspiel haben!“

Wer auch immer es nach Klagenfurt schafft: ein Zuschaueransturm ist nicht zu erwarten. 2018 spielte Salzburg gegen Sturm, waren 27.000 Zusehern vor Ort, vergangenes Jahr gegen Rapid 24.000. Die Attraktivität des Cups bleibt mager, steht der ÖFB als heimlicher Verlierer da. Salzburgs Kickern wird’s aber ziemlich egal sein - die haben nur Augen für den sechsten Titel binnen sieben Jahren.

Valentin Snobe
Valentin Snobe
Georg Leblhuber
Georg Leblhuber
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