09.02.2020 13:05 |

Zweite im Super-G

Schmidhofer beendet ÖSV-Durststrecke in Garmisch

Durststrecke beendet! Nicole Schmidhofer (+0,43 Sekunden) sorgte am Sonntag im Super-G von Garmisch als Zweite für den ersten Podestplatz der österreichischen Speed-Damen seit zwei Monaten. Schneller als Schmidhofer war nur die Schweizerin Corinne Suter, deren Landsfrau Wendy Holdener (+0,70) landete auf dem dritten Platz.

Für Suter war es der zweite Weltcupsieg, zuvor hatte sie heuer in Altenmarkt-Zauchensee die Abfahrt gewonnen. Zweitbeste Österreicherin wurde Stephanie Venier als Sechste (+0,93), Elisabeth Reisinger kam auf Rang zwölf (+1,60), am Vortag war sie als Zehnte beste ÖSV-Läuferin in der Abfahrt gewesen. Ein paar Punkte gab es auch noch für Michaela Heider, Tamara Tippler und Mirjam Puchner.

Schmidhofer ortete im ORF-Interview „ein paar Schwünge, wie ich mir das vorstelle“, es sei der Schritt nach vorne gewesen, den sie sich für die Abfahrt schon gewünscht hätte. „Es war ein brutal schwieriges Rennen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals schon bei so unterschiedlichen Pistenbedingungen gefahren bin.“

Nach den schwierigen vergangenen Wochen mit Erkrankung und mäßigen Leistungen war die Erleichterung bei Schmidhofer „riesengroß“: „Ich sehe das fast ein bisserl wie einen Sieg.“ Im Super-G-Weltcup übernahm Suter mit 300 Punkten die Führung von Federica Brignone (ITA/Tages-Fünfte/261), Schmidhofer ist neue Dritte (206.). Im Gesamtweltcup hat die nach dem Tod ihres Vaters pausierende US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin als Führende noch einen Vorsprung von 145 Punkten auf Brignone.

Wie die Steirerin war auch Siegerin Suter froh, dass sie eine frühe Startnummer hatte. „Von dem her war das für mich optimal. Es war aber nicht die perfekte Fahrt.“ Sie versuchte, locker ins Rennen zu gehen, denn die Pistenverhältnisse mit glatt, griffig und Schlägen erforderten, „flexibel zu sein“, wie die Schweizerin berichtete.

Abfahrtssiegerin Viktoria Rebensburg aus Deutschland kam ebenso wie die Italienerin Sofia Goggia zu Sturz, beide dürften glimpflich davongekommen sein. „Da habe ich Glück gehabt. Ich habe mir mein linkes Knie an einer Stange angeschlagen, aber ich denke, es ist nichts Gröberes“, sagte Rebensburg.

Anna Veith ging mit der 19 ins Rennen und fuhr an einem Tor vorbei. „Mit der Startnummer eins wäre ich unbeschwerter reingegangen, wenn ich mir den Rennverlauf so ansehe. Es war sehr unruhig und die Piste hat auch nachgelassen.“

krone Sport
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