Der frühere Slalom-Spezialist Reinfried Herbst äußerte sich über die Rückkehr von Marcel Hirscher. Er sehe es „wie ein Auslandssemester“, dass der Salzburger im nächsten Winter unter niederländischer Flagge fährt, „aber er ist und bleibt ein Österreicher“.
Wie viele andere kann Herbst über Hirschers wahre Beweggründe aktuell nur spekulieren. „Ich höre schon raus, dass er natürlich wieder will, aber am Ende des Tages glaube ich es trotzdem nicht, dass er die Zielsetzung so speziell auf das hat, dass er sich mit Odermatt im Riesentorlauf im Weltcup matcht“, sagt der 45-Jährige bei „Sport und Talk“ auf ServusTV.
Hirscher selbst dämpft die hohe Erwartungshaltung. „Ich werde es nicht nach Ergebnissen bewerten, sondern nach Erlebnissen. Mit jedem Erlebnis, das ich sammeln darf, wird das Projekt gelungen. Die Ergebnisse sind zum ersten Mal in meinem Leben echt nebensächlich.“
Fokus auf Material
Neben dem von Hirscher betonten Spaßfaktor erwähnte Herbst die Vorteile für die Hirscher-Skimarke Van Deer. „Wenn er da jetzt fährt, dann geht es auch um Feedback vom Material mehr zu finden. Es ist seine Firma, sein Ski. Am Ende des Tages möchte er auch am Materialsektor etwas weiterbringen und da bleibt vielleicht er dann a bissl auf der Strecke, weil vielleicht das Material wichtiger ist.“
Und Herbst glaubt nicht an ein langes Comeback von Hirscher. „Auch wenn die Medien das nach vorne pushen, im Hinblick auf die WM oder auf die Olympischen Spiele. Das ist alles viel zu weit weg, für das, was der Marcel gerade im Kopf hat.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.