09.02.2020 09:03 |

Naturschützer Jubeln

Aus für Kraftwerk an der Oberen Isel

Aufatmen bei Naturschützern! Nach jahrelangem Tauziehen ist in der Vorwoche die Entscheidung für die Zurückweisung des Kraftwerks Obere Isel gefallen. Das begräbt die Bebauungspläne am geschützten Gletscherfluss endgültig. Der WWF will jetzt, dass Fluss und Natura 2000-Region dauerhaft abgesichert werden.

Das wäre nur möglich, wenn auch die Isel-Zubringer Kalserbach, Schwarzach und Tauernbach vor Bauprojekten sicher wären. Laut Flussexperten Gerhard Egger würde eine Bebauung den Natur- und Artenschutz gefährden. „Die Isel mit den Zubringern ist ein europaweit einzigartiges Naturensemble. Eine Einbeziehung der Isel in den Nationalpark Hohe Tauern, wäre absolut gerechtfertigt“, so Egger.

Die Integration der Isel in den Nationalpark würde für die gesamte Region positive Anreize setzen. Egger: „Der Gletscherfluss ist einzigartig. Angesichts der Klimakrise wäre die Eingliederung ein Meilenstein im Flussschutz.“ Nur elf Prozent der Gewässer seien nämlich noch intakt. Deshalb hätte die Bewahrung der letzten Wildflüsse als Referenz-Gewässer höchste Priorität.

Laut WWF-Einschätzung sind mehr als zwei Drittel des Gewässernetzes der Isel in einem naturnahen oder sogar natürlichen Zustand. Der Osttiroler Fluss ist damit eine absolute Seltenheit im gesamten Alpenraum.

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