19.01.2020 16:53 |

Tierischer Begleiter

Matilda (3) irrte 24 Stunden durch die Wildnis

Von Kopf bis Fuß mit rötlichem Sand und Schmutz bedeckt, aber körperlich völlig unversehrt. Es gleicht einem Wunder, dass die drei Jahre alte Matilda aus Australien dieses Abenteuer überlebt hat. Denn die Kleine war zum Spielen nach draußen gegangen und von den heftigen Regenfällen überrascht worden. Der Rückweg nach Hause war ihr versperrt. Mehr als 24 Stunden lang irrte das Mädchen im Outback umher - doch dabei war sie nicht alleine.

Die heftigen Buschbrände, die über Monate hinweg in Australien gewütet hatten, wurden zuletzt von schweren Regenfällen abgelöst, die nun in zahlreichen Gebieten für Überschwemmungen sorgen. Betroffen davon ist auch Noreena Downs, wo die drei Jahre alte Matilda gemeinsam mit ihrer Familie lebt.

Rückweg nach Hause versperrt
Als das kleine Mädchen am frühen Nachmittag des 15. Jänner zum Spielen mit Hund „Wolfy“ nach draußen ging, konnte keiner ahnen, welch nervenzehrende Stunden auf die Familie zukommen sollten. Im Laufe der Regenfälle hatten sich um das Haus mehrere Bäche gebildet, die kleine Matilda nutzte die ausgewaschenen Rinnen mit ihrem vierbeinigen Freund als Weg.
Doch als es wieder in Strömen zu regnen begann, füllten sich diese rasch wieder mit Wasser und versperrten dem kleinen Mädchen und dem zehn Monate alten Jack-Russell-Terrier den Weg zurück nach Hause, wie mehrere Medien berichten.

Zahlreiche Helfer auf Suche nach Matilda und „Wolfy“
Bald bemerkte auch die Familie Matildas Verschwinden und alarmierte die Einsatzkräfte. Vom Boden und aus der Luft begannen zahlreiche Helfer, das insgesamt 368.000 Hektar große Areal zu durchkämmen. Die Sorge um Matildas Wohlergehen war enorm. Doch über viele Stunden hinweg gab es keinerlei Lebenszeichen von der Dreijährigen, die Familie befürchtete bereits Schlimmes.

Am nächsten Nachmittag, mehr als 24 Stunden nach Matildas Verschwinden, dann die erlösende Nachricht: Die Dreijährige wurde in dreieinhalb Kilometern Entfernung von ihrem Elternhaus gesichtet - bei ihr noch immer der zehn Monate alte „Wolfy“, der dem kleinen Mädchen nicht von der Seite gewichen war und es in der Wildnis beschützt hatte.

Leicht dehydriert, ansonsten wohlauf
Die beiden wurden von der Besatzung eines Hubschraubers geborgen und zurück zu ihrer Familie gebracht. Das kleine Mädchen war lediglich ein wenig dehydriert, ansonsten wohlauf - und auch Vierbeiner „Wolfy“ hatte das gefährliche Abenteuer gut überstanden.

Das Einzige, worum sich die kleine Matilda Sorgen machte, war, „dass jemand ihr Stück Schokoladenkuchen gegessen hat, das aber noch immer im Kühlschrank stand“, erklärte Craig Parken von der Pilbarra Police laut „Daily Mail“.

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