16.01.2020 06:28 |

Absturz auf Platz 70

Mysteriöse Probleme bei Franz: „Ist nicht lustig“

Max Franz kämpft derzeit mit mysteriösen körperlichen Problemen. Unser Ski-Ass stürzte auf Platz 70 des Gesamt-Weltcups ab. Trotzdem lässt er sich vor Wengen und Kitzbühel nicht entmutigen.

Wildsau ist der Spitzname von Max Franz. Seit seiner (skifahrerisch) wilden Jugend. Das hat sich längst auch bis in die Schweiz herumgesprochen. Auch zu Benni, dem Chef der legendären Start-Bar auf dem Lauberhorn in Wengen. Jedes Jahr schenkt Benni seinem Kärntner Freund zu Beginn der Wengen-Woche ganz besondere Glücksbringer: Wildschwein-Zähne. Diesmal gab’s sogar eine Decke obendrauf.

Schließlich weiß auch Benni, dass Max derzeit Glücksbringer gut brauchen kann. „Los ging alles in Lake Louise“, erinnert sich Franz. Seitdem plagen den Dritten der WM-Abfahrt 2017 Rückenprobleme, die mittlerweile auch auf die Beinmuskulatur ausstrahlen. „Vier Tage geht’s gut, dann drei Tage wieder schlecht. Das wirklich Schlimme: Die Probleme kommen total unberechenbar, ohne Muster.“

„Hab’s nicht verlernt!“
Vor allem mental ist das natürlich das Schlechteste, was einem Rennfahrer passieren kann. „Ich steh im Starthaus und weiß nicht, ob der Muskel im nächsten Augenblick zumacht oder ich doch schmerzfrei ins Ziel komme. Und das ist nicht besonders lustig.“

54 Pünktchen sammelte Franz bisher in dieser Saison. Platz 70 im Gesamt-Weltcup ist für einen begnadeten Skifahrer wie ihn natürlich „unter aller Wildsau“. Und jetzt stehen die Klassiker in Wengen (längste Abfahrt der Welt) und Kitzbühel (hier brach sich Max vor einem Jahr die Ferse) vor der Türe. Genau dort muss man eigentlich topfit und vollgepumpt mit Selbstvertrauen sein. „Ich weiß, dass ich das Skifahren nicht verlernt habe“, lässt sich der 30-Jährige nicht entmutigen. „Weitermachen! Und wieder ein gutes Gefühl am Ski aufbauen.“

Daniel Meier schwer verletzt
Und im Vergleich zu seinem Teamkollegen Daniel Meier (26) geht es Max noch top: der Pechvogel aus Vorarlberg zog sich beim FIS-Riesentorlauf in Berchtesgaden Gehirnerschütterung, Innenbandriss im Knie und Knöchelblessur zu - mindestens sechs Wochen Pause.

Alex Hofstetter/Wengen, Kronen Zeitung

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