29.06.2010 10:23 |

Alle ziehen den Hut

Die Niederlande feiern Robben: "Er ist ein Genie!"

Arjen Robben könnte für die Niederlande im Kampf um den ersehnten ersten WM-Titel zum Zünglein an der Waage werden. Das hat das 26-jährige Fußball-Genie am Montag beim 2:1-Achtelfinalsieg in Durban gegen die Slowakei mit einem klassischen Robben-Treffer zum 1:0 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. "Mit ihm sind die Niederländer um 50 Prozent stärker", zog auch der slowakische Teamchef Vladimir Weiss senior den Hut.

"Jeder weiß, wie gefährlich Robben sein kann. Es ist unglaublich, wie er seine Rolle ausfüllt", schwärmte Teamkollege Dirk Kuyt. "Das ist fantastisch. Er hat nach seiner Verletzung gleich wieder ein gutes Gefühl vor dem Tor", freute sich Teamchef Bert van Marwijk nach Robbens 14. Tor im 49. Länderspiel. "Arjen ist ein super Spieler und sehr wertvoll für uns. Das Tor erinnerte an viele seiner Treffer bei Bayern", lobte Robbens Bayern-München-Kollege Mark van Bommel.

"Ich habe schon viele solche Tore erzielt. Ich ziehe nach innen, warte auf den richtigen Moment und schieße", erklärte auch Robben, der erstmals bei dieser WM von Beginn an spielte und nur 18 Minuten bis zum ersten Treffer warten musste. Sechs Tage vor der WM hatte sich Robben, der bereits sein viertes Großereignis absolviert, einen Muskelfasereinriss im rechten Oberschenkel zugezogen.

Genesung erst während der WM
Während die Teamkollegen bereits nach Südafrika reisten, kämpfte Robben in Rotterdam um eine rasche Genesung. Im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun kam Robben als Joker ins Spiel und lieferte gleich den Assist zum Siegestor von Klaas-Jan Huntelaar. Im Achtelfinale hätte der Bayern-München-Star neuerlich als Ersatzmann beginnen sollen, die Waden-Verletzung von Rafael van der Vaart schmiss die Planungen jedoch über den Haufen.

Das Tor gegen die Slowaken gab Robben nun wertvolles Vertrauen in seinen Oberschenkel. "Das Tor ist ein wichtiger Moment, denn ich musste dafür einen langen Sprint machen und explosiv sein. Trotzdem weiß ich nicht, ob ich schon auf meinem Top-Level bin." Trotz der lange Zeit harmlosen Slowaken wäre die Partie Mitte der zweiten Spielhälfte beinahe noch gekippt. In dieser Phase war aber Goalie Maarten Stekelenburg mit tollen Paraden zur Stelle und machte damit einen weiteren Schritt aus dem langen Schatten seines Vorgängers und Rekord-Teamspielers Edwin van der Sar.

Tolle Paraden von Stekelenburg
"Die Paraden von Maarten waren entscheidend. Er hat uns im Spiel gehalten", stellte Bondscoach Van Marwijk klar. Die Oranjes, Europameister 1988, stehen erstmals seit 1998 in einem WM-Viertelfinale, dort wartet am Freitag in Port Elizabeth ausgerechnet Rekord-Champion Brasilien. 1998 war man im Halbfinale im Elferschießen gegen die Brasilianer gescheitert. "Gegen Brasilien werden wir hoffentlich unsere bisher beste Leistung zeigen, wir müssen zulegen", weiß auch Robben, dass das Team bisher zwar erfolgreich (vier Spiele, vier Siege), aber nicht wirklich berauschend aufgetreten ist.

Coach Van Marwijk ist mit der Zwischenbilanz zufrieden: "Wir haben alle vier Spiele gewonnen und sind unter den besten acht Teams der Welt. Da kann man wohl zufrieden sein."

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