01.01.2020 17:01 |

Neujahrsansprache

„Mit Mut und Zuversicht“ durch Ibiza-Jahr gekommen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat in seiner Neujahrsansprache auf „ein ungewöhnliches, ein herausforderndes, ein überraschendes“ Jahr zurückgeblickt, durch welches die Österreicher „mit Mut und Zuversicht gut durchgekommen“ seien. Bei allen unvorhersehbaren Ereignissen und Erschütterungen des Jahres 2019 habe sich für Van der Bellen erneut gezeigt, „wie wichtig es ist, auch im scheinbar größten Durcheinander Gelassenheit, Mut und Zuversicht zu bewahren“, sagte er am Mittwoch in seiner Rede im ORF. Trotz der Regierungskrise konnte Van der Bellen positive Dinge vermelden.

„Wir haben die erste Bundeskanzlerin der Republik gesehen“, erwähnte Van der Bellen eines seiner Highlights. „Wir haben schließlich ein neues Parlament gewählt, und ich bin zuversichtlich, dass sich der Kreis in absehbarer Zeit schließt: Wir werden bald eine neue Bundesregierung haben, die sich den anstehenden Aufgaben widmen wird“, sagte der Präsident.

Van der Bellen forderte die Österreicher in seiner Rede auf, nach vorne zu blicken. „Denn vor uns als Gesellschaft, vor uns als Österreich, als Europa ja, vor uns als Menschheit, liegen große Aufgaben“, spielte er auf die Veränderung des globalen Klimas und weitere Herausforderungen an.

Österreich ist kein „kleiner Hansl“
Dass viele Menschen glaubten, ein kleines Land wie Österreich könne nichts verändern, ließ Van der Bellen nicht durchgehen - auch wenn man sich selbst manchmal wie einer „kleiner Hansl“ vorkomme. Denn wenn man sich in der dunklen Nacht auf die Sterne konzentriere, dann „fällt uns plötzlich auf, dass es viele, viele Menschen gibt, die sich für unsere Zukunft einsetzen und daran glauben, dass es einen nachhaltigen ökologischen Wandel geben kann“, sagte er und bedankte sich bei den Kindern und Jugendlichen, die „ihre Energie und Kraft in den Dienst unserer gemeinsamen Zukunft“ stellen.

Zum Abschluss seiner Rede kam Van der Bellen noch auf das 25-Jahr-Jubiläum Österreichs in der EU zu sprechen. „Wenn wir den Blick für das Positive schärfen, dann fällt uns auf, dass wir als Land nicht alleine und isoliert auf der Welt sind. Sondern Teil unserer gemeinsamen Europäischen Union“, betonte der Staatschef die Bedeutung der Gemeinschaft.

„Wir kriegen das schon hin“
„Gemeinsam statt einsam! Das war das Motto beim EU-Beitritt Österreichs. Und es gilt heute genauso!“, sagte der ehemalige Grünen-Bundessprecher und forderte diesen „konstruktiven Blick“ auch von der kommenden Bundesregierung ein. „Sie wird ihn brauchen, um Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden“, so Van der Bellen. Er munterte sein Publikum kurz nach dem Jahreswechsel auf: „Wir kriegen das schon hin. Mit Mut und Zuversicht!“

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