01.01.2020 15:02 |

410 Opfer

Zahl der Verkehrstoten nahezu konstant geblieben

Auf Österreichs Straßen sind im Jahr 2019 laut vorläufiger Bilanz 410 Menschen tödlich verunglückt. Damit ist die Opferzahl nahezu gleich wie im Jahr 2018, als mit 409 Verkehrstoten die bisher niedrigste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 verzeichnet worden ist. Im Burgenland starben indes 33 Menschen und somit um 20 mehr als im Vorjahr.

410 Verkehrstote bedeuten weniger als ein Siebentel der Todesopfer des Jahres 1972, dem bisher „schwärzesten Jahr“ der Unfallstatistik mit 2948 Toten, bilanzierte das Innenministerium (BMI) am Neujahrstag. Und das, obwohl die Zahl zugelassener Fahrzeuge in diesem Zeitraum von 2,5 Millionen auf sieben Millionen stieg.

Ablenkung und Unachtsamkeit als Hauptgründe
Der Zielwert des Österreichischen Verkehrssicherheitsprogrammes 2011 bis 2020 lautet 311 Opfer im Jahr 2020. Dieses Ziel sei nur erreichbar, wenn auf Bundesebene deutlich stärker als bisher gegen die Hauptursachen der tödlichen Unfälle - zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit - vorgegangen werde, so der Verkehrsclub Österreich (VCÖ).

Hinter diesen Faktoren folgen erhöhte Geschwindigkeit und Vorrangverletzung (13,4 Prozent) sowie das Fehlverhalten von Fußgängern (10,4 Prozent). Alkoholisierung war bei 23 oder 6,8 Prozent der tödlichen Unfälle gegeben. Gegenüber 2018 wies die BMI-Bilanz somit etwas weniger Unfälle durch Alkohol aus, bei der nicht angepassten Fahrgeschwindigkeit gab es einen leichten Anstieg.

2019 verloren 199 Pkw-Insassen ihr Leben, elf Lkw-Insassen, 78 Motorradfahrer, zehn Mopedfahrer, 32 Radfahrer, 68 Fußgänger, fünf Traktor-Lenker/Mitfahrer, drei Lenker bzw. Mitfahrer einer selbstfahrenden Arbeitsmaschine, zwei Lenker eines Microscooters, ein Microcar-Insasse und ein Omnibus-Insasse.

Burgenland: 33 statt 13 Verkehrstote
In der Analyse der Unfälle mit tödlichem Ausgang nach Bundesländern sticht das Burgenland heraus, wo im abgelaufenen Jahr 33 statt 13 Menschen aufscheinen. Eine Zunahme an Verkehrstoten wurde auch in Salzburg mit 31 (2018: 27) und Tirol mit 37 (36) registriert, in den verbleibenden sechs Bundesländern gab es jeweils Rückgänge, die höchsten in Oberösterreich (88 statt 96) und Wien (elf statt 18).

In Niederösterreich starben 2019 98 Verkehrsteilnehmer (minus fünf), 68 waren es in Steiermark (minus eins), 29 in Kärnten (minus eins) und 15 in Vorarlberg (minus zwei). In der Steiermark und in Wien wurden im Jahr 2019 die bisher geringsten Zahlen an Verkehrstoten seit 50 Jahren verzeichnet. Unter den Opfern befinden sich 16 Kinder im Alter von null bis 14 Jahren, bei Verkehrsunfällen mit Geisterfahrern kam 2019 wie im Jahr davor ein Verkehrsteilnehmer ums Leben.

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