Wegen heftiger Kritik

ÖBB ziehen umstrittene Kampagne zurück

Österreich
16.12.2019 13:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Österreichischen Bundesbahnen ersetzen nach heftiger Kritik von Behindertenvertretern die Sujets der Sicherheitskampagne „Pass auf dich auf“. „Bei der ,alten‘ Kampagne, bei der Sujets von Menschen mit einer Behinderung oder einer schweren Verletzung als mögliche Folge einer Unachtsamkeit auf Bahnanlagen eingesetzt wurden, war es nie unsere Intention, Menschen mit Behinderung zu diskriminieren“, teilten die ÖBB am Montag mit.

Die Umstellung ist online bereits erfolgt. Der Austausch der Plakate auf allen über 1000 Bahnhöfen soll noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. Behindertenvertreter begrüßten diesen Schritt. „Durch den gemeinsamen Widerstand von Menschen mit Behinderungen hat bei den Verantwortlichen der ÖBB ein Aufbrechen der ,Barrieren in den Köpfen‘ begonnen“, heißt es zum Beispiel in einem Statement der Organisation Selbstbestimmt Leben Österreich.

Ursprüngliche Sujets stießen auf Kritik
Die ursprünglichen Plakatsujets zeigten jugendliche Models, denen nachträglich mittels Bildbearbeitung körperliche Beeinträchtigungen hinzugefügt wurden. So zum Beispiel eine junge Frau mit Beinprothese, eine Frau mit schweren Verbrennungen oder ein junger Mann, der im Rollstuhl sitzt. Zahlreiche Aktivisten warnten davor, Menschen mit Behinderung als Abschreckung zu verwenden.

Kampagne ruft zur Eigenverantwortung auf
Eigentlich sollte die Sicherheitskampagne „Pass auf dich auf“ zu mehr Eigenverantwortung aufrufen. Alleine im Vorjahr sind nämlich 23 Menschen wegen unüberlegten Handelns oder Leichtsinn an Gleisanlagen verunglückt, einige davon sogar tödlich.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
16.12.2019 13:37
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung