22.06.2010 12:31 |

Große ÖBB-Karriere

Versorgungsjobs mit Topgagen für Koalitionsgünstlinge

Versorgungsjobs mit Supergagen für junge Koalitionsgünstlinge: Der neue, von der SPÖ vor knapp drei Monaten im ORF-Stiftungsrat installierte Ex-Ministersekretär Nikolaus Pelinka (re.) bekommt jetzt einen Top-Job bei den ÖBB. Im Gegenzug macht auch Philipp Ita (li.), Ex-Kabinettschef des ehemaligen ÖVP-Innenministers Ernst Strasser, einen deutlichen Karrieresprung bei der finanziell angeschlagenen Bahn.

Unter ominösen Umständen ist Nikolaus Pelinka, ehemals Pressesprecher von Bildungsministerin Claudia Schmied, kurz nach Ostern von der SPÖ in den einflussreichen ORF-Stiftungsrat berufen worden.

Aus rechtlichen Unvereinbarkeitsgründen hat der 23-Jährige daraufhin seine Funktion als Regierungsmitarbeiter aufgeben müssen. Allerdings hat die Jobsuche für ihn sofort eingesetzt. Mit Erfolg: Pelinka bekommt einen Vertrag in der Abteilung "Public Affairs" bei den ÖBB. Dort soll er dem Vernehmen nach für politische Kontakte zuständig sein. Monatsgehalt: rund 6.000 Euro.

Philipp Ita steigt in der Hierarchie auf
Im Gegenzug steigt der vor drei Jahren vom Büro des Innenministers in die ÖBB-Konzernzentrale gewechselte Vertrauensmann der ÖVP, Philipp Ita, in der Hierarchie auf. Der 37-jährige Jurist wechselt in das Büro für "Internationale Beziehungen". Dort soll Ita für die Kontakte zu EU-Organisationen zuständig sein. Kolportiertes Monatseinkommen: mehr als 8.000 Euro. Zum Vergleich: Die Durchschnittsgehälter der ÖBB-Facharbeiter mit verantwortungsvollen Tätigkeiten bewegen sich zwischen 1.900 und 2.700 Euro.

Mit diesem abstoßenden Postenschacher hat die Koalition dem neuen ÖBB-General Christian Kern einen Bärendienst erwiesen. Der muss einen staatsnahen Betrieb mit Milliarden-Schulden sanieren. Aber SPÖ und ÖVP haben nichts gelernt, machen weiter wie immer und wundern sich über ihren Niedergang.

von Claus Pándi, Kronen Zeitung

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