04.12.2019 15:27 |

Antisemitismus

Macron will eigene Polizei gegen Hassverbrechen

Kürzlich wurden 107 jüdische Gräber in der elsässischen Gemeinde Westhoffen geschändet. Neben Hakenkreuzen fanden die schockierten Angehörigen auch antisemitische Inschriften auf den Grabsteinen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Hakenkreuz-Schmierereien scharf verurteilt. Aufgrund der sich häufenden Zahl antisemitischer Übergriffe will der Staatschef nun eine neue Polizeieinheit zum Kampf gegen Hass einrichten.

Innenminister Christophe Castaner sagte am Mittwoch bei einem Besuch auf dem Friedhof in Westhoffen bei Straßburg (siehe Karte unten), er habe sich mit der Spitze der Gendarmerie auf ein „nationales Amt zum Kampf gegen Hass“ geeinigt. Die neue Einheit soll nach den Worten des Innenministers mit der Suche nach den Verantwortlichen für die Grabschändung beauftragt werden.

Macron: „Antisemitismus ist ein Verbrechen“
„Antisemitismus ist ein Verbrechen und wir werden ihn bekämpfen, in Westhoffen und überall, bis unsere Toten in Frieden ruhen können“, schrieb Macron auf Twitter. Im Elsass kommt es seit einigen Jahren verstärkt zu solchen Vorfällen. Erst im Februar waren auf einem jüdischen Friedhof in Quatzenheim rund 100 Grabsteine mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Auch in Paris tauchten heuer antisemitische Schmierereien auf.

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