27.11.2019 08:30 |

Nach Sager des Gatten

Melania Trump in „Drecksloch“ Baltimore ausgebuht

Entgegen den eigentlich allgemein geltenden Regeln zum Umgang mit der First Lady in den USA ist Melania Trump bei einer Rede in Baltimore heftig ausgebuht worden (siehe auch Video oben). Die Präsidentengattin sprach am Dienstag auf einer an Jugendliche gerichteten Veranstaltung gegen Drogenmissbrauch in der Stadt im Bundesstaat Maryland - die ihr Ehemann im Sommer als „widerliches Drecksloch“ bezeichnet hatte.

Die hauptsächlich aus Schülern bestehende Menge zeigte am Dienstag deutlich ihr Missfallen, als Melania Trump auf die Bühne trat und in einer kurzen Rede für ein „gesundes und drogenfreies Leben“ warb. Trotz des Unmuts im Publikum blieb die First Lady gefasst, verlor nicht ihr Lächeln und rettete sich so über die für sie unangenehme Situation.

Normalerweise werden First Ladys in den USA von den teilweise heftig geführten politischen Auseinandersetzungen ausgenommen. Dies galt bisher auch für Melania Trump - obwohl Präsident Donald Trump einen verbal rabiaten Umgang mit seinen politischen Gegnern pflegt.

„Widerliches, von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch“
Dass diesmal auch Melania ausgepfiffen wurde, liegt wohl an den Äußerungen ihres Mannes: Dieser hatte Baltimore im Juli in einer Twitter-Tirade wild beschimpft und die mehrheitlich von Schwarzen bewohnte Stadt unter anderem als „widerliches, von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch“ bezeichnet.

Damit zielte er offenkundig auf die Kritik des afroamerikanischen Abgeordneten Elijah Cummings an seiner verschärften Asylpolitik an der Grenze zu Mexiko ab. Baltimore gehörte teilweise zum Wahlkreis des im Oktober verstorbenen Demokraten. Trump wetterte, die Stadt sei der „schlimmste und gefährlichste“ Ort der USA, „kein Mensch würde dort leben wollen“.

„Bin die am wenigsten rassistische Person auf der ganzen Welt“
Daraufhin warfen dem Präsidenten nicht nur politische Gegner Rassismus vor. Dies ließ Trump natürlich nicht auf sich sitzen: „Ich bin die am wenigsten rassistische Person auf der ganzen Welt. Kein Präsident vor mir hat so viel für die Afroamerikaner getan“, konterte er.

Und was Baltimore betrifft, legte er noch nach. Im Hinblick auf Gewaltverbrechen sei die Stadt, die sowohl wohlhabende Bezirke als auch Problemviertel hat, „schlimmer als Honduras“, wetterte er. Das mittelamerikanische Land hat eine der höchsten Mordraten weltweit.

Truthähne „Bread“ und „Butter“ zu Thanksgiving begnadigt
Besser gelaunt zeigte sich Trump am Dienstag im Rosengarten des Weißen Hauses: Dort begnadigte er zwei Truthähne (Video unten) und ersparte den Vögeln damit das Schicksal vieler Artgenossen zu Thanksgiving. Damit folgte er einer mehr als 100 Jahre alten Tradition, bei der dem „nationalen Thanksgiving-Truthahn“ vom Präsidenten das Leben geschenkt wird.

Wie bereits im vergangenen Jahr erstreckte Trump im Beisein seiner Gattin seine Gnade gleich auf zwei Tiere, die dieses Mal „Bread“ und „Butter“ hießen. Vor der feierlichen Veranstaltung waren die Truthähne wie üblich in einem Luxushotel in der Nähe des Weißen Hauses untergebracht gewesen.

Melania empfing Weihnachtsbaum fürs Weiße Haus
Kurz nach der Zeremonie wurde dann mit einer festlich geschmückten Pferdekutsche der offizielle Weihnachtsbaum des Weißen Hauses nach Washington geliefert, wo ihn Melania Trump in Empfang nahm (Video unten). Traditionell ist die First Lady für die Dekoration zuständig.

In den USA hält der Nationale Weihnachtsbaumverband jedes Jahr einen Wettbewerb ab, dessen Gewinner den Baum stellen darf. Der diesjährige stammt von den Mahantongo Valley Farms der Familie Snyder in Snydertown im Bundesstaat Pennsylvania.

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