17.11.2019 07:39 |

700 Delegierte

Doskozil mit 99 Prozent wiedergewählt!

Der mit Spannung erwartet Landesparteitag der SP- Burgenland in Raiding war vor allem eines - unerwartet emotional. Mit rund 700 Delegierten und Gästen war das Lisztzentrum prall gefüllt. Und jeder einzelne freute sich mit Landeschef Hans Peter Doskozil, dass er nach seiner Operation zurück ist auf dem politischen Parkett.

„Ganz oben steht das Burgenland“ lautete die Botschaft im Vorjahr beim Landesparteitag in Oberwart. „Burgenland Pur“ hieß es diesmal in Raiding. Nach minutenlangen Standing Ovations für den „Heimkehrer“ Hans Peter Doskozil richtete sich Landesgeschäftsführer Christian Dax in seiner Eröffnungsrede mit ungewohnt emotionalen Worten an die Hunderten Gäste und Delegierten. „Liebe Freunde hört ihr das, 700 Herzen, die für das Burgenland und für die Sozialdemokratie schlagen. Er ist wieder da“, so Dax. Und er legte noch nach. Versprach dem „Landeshauptmann der Herzen“: „Wir alle wir stehen hinter dir. Wir tragen dich über die Zielgerade für ein fulminantes Ergebnis am 26. Jänner.“ Wie sehr seine Leute hinter Hans Peter Doskozil stehen, spiegelte sich auch im Wahlergebnis wider. 99 Prozent sprachen sich für „Dosko“ als Parteivorsitzenden aus. Und auch der neue Slogan, mit dem die SP in den Wahlkampf startet, ist ganz auf ihren Chef zugeschnitten: Liste Doskozil, SPÖ Burgenland! Damit will man Stimmen aus allen politischen Lager erhaschen. In seinem Referat wandte sich der Landeschef an seine politische Familie, um kurz und ehrlich über seinen Gesundheitszustand Auskunft zu geben. „Es ist kein Krebs, dennoch muss ich mich im ersten Halbjahr 2020 erneut einer Operation unterziehen.“

Und er führte auch aus, dass er sich selbst sehr stark hinterfragt habe, ob er mit dieser angeschlagenen Stimme seiner Rolle gerecht werden kann: „Ich habe meine Entscheidung getroffen und werde mit ganzer Kraft für meine Heimat da sein.“ Es gelte vor allem, ehrlich zu den Menschen zu sein, Dinge umzusetzen und keine leeren Versprechungen zu machen, sagte der Landeschef. Und er fügte parteikritisch hinzu: „Dass die Menschen Wahlversprechen nicht mehr glauben, haben wir selbst verursacht.“ Projekte wie die Pflegereform, den Mindestlohn von 1700 Euro, den Gratiskindergarten und die Biowende habe man im vergangenen Jahr versprochen und auch umgesetzt. Für die kommende Wahl forderte er alle Kandidaten auf, ihr Bestes zu geben: „Wir haben uns für ein Vorzugsstimmenmodell entschieden. Also nur derjenige, der die meisten Vorzugsstimmen erhält, hat auch ein Grundmandat.“

Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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