16.11.2019 13:56 |

Parteichefs beliebt

Umfragen: Türkis-Grün kommt und ist gern gesehen

Die türkis-grüne Koalitionsvariante wird immer beliebter. Laut einer für das Nachrichtenmagazin „profil“ durchgeführten Umfrage bewerten derzeit 63 Prozent ein Bündnis aus ÖVP und Grünen positiv. Im September waren es 49 Prozent gewesen. In einer Umfrage für ATV sehen ebenfalls 63 Prozent gute Chancen, dass eine Regierung aus Türkisen und Grünen tatsächlich kommt. In der fiktiven Kanzlerfrage liegt ÖVP-Obmann Sebastian Kurz mit 37 Prozent weiter unangefochten voran, Grünen-Chef Werner Kogler konnte sich um zwei Prozentpunkte verbessern.

Nur noch 35 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut Unique Research für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins Befragten können sich mit einer ÖVP-FPÖ-Koalition anfreunden - im September waren dies noch 43 Prozent gewesen. Immerhin 46 Prozent könnten einer ÖVP-Minderheitsregierung etwas abgewinnen.

Nur sechs Prozent glauben nicht an türkis-grüne Regierung
Dass eine türkis-grüne Regierung auch zustande kommt, dafür sprachen sich 63 Prozent in einer von Peter Hajek für ATV durchgeführten Umfrage aus: Befragt, wie groß sie die Chance dafür sehen, gaben 14 Prozent der 817 Befragten an, sie seien sich zu 100 Prozent sicher, weitere 49 Prozent sind zu 75 Prozent davon überzeugt. Nur sechs Prozent schließen eine solche Regierung ziemlich bzw. sehr sicher aus, die restlichen 23 Prozent sagten, die Chancen stünden 50:50.

„Wähler gehen vom Zustandekommen fast fix aus“
Peter Hajek dazu: „Das Ergebnis zeigt, dass politische Kommunikation nur bedingt wirkt. Auch wenn die Verhandler betonen, dass noch alles offen ist, die Wähler gehen vom Zustandekommen fast fix aus. Kritisch sind am ehesten die FPÖ-Wähler. Aber auch bei den Blauen gehen 21 Prozent mit hundertprozentiger Sicherheit von Türkis-Grün aus.“

Kogler mit größerem Interesse an Regierungszusammenarbeit
Dass sowohl ÖVP-Chef Kurz als auch Grünen-Chef Kogler in etwa das gleiche Interesse an einer Regierungszusammenarbeit hätten, gaben 38 Prozent in der Umfrage für „profil“ an. 36 Prozent sind der Meinung, Kogler habe im Vergleich der Parteichefs ein größeres Interesse, nur 16 Prozent der Bevölkerung glauben, das Interesse von Kurz an einem derartigen Bündnis sei größer. 

Grüne sollten auf Klimaschutz und Soziales pochen
Für 31 Prozent der Befragten sollten die Grünen bei den Verhandlungen mit der ÖVP besonderes Augenmerk auf den Klima- und Umweltschutz legen. 23 Prozent geben an, Soziales und Armutsbekämpfung sollten die wichtigsten Themen für die Grünen sein.

ÖVP in Sonntagsfrage mit doppeltem Wert von SPÖ
In der Sonntagsfrage legt die ÖVP im Vergleich zum Oktober um einen Prozentpunkt zu und liegt nun bei 38 Prozent. Die SPÖ verlor einen Prozentpunkt und kommt auf 19 Prozent. Die FPÖ bleibt unverändert bei 17 Prozent. Die Grünen liegen bei 16 Prozent (+1), die NEOS stabil bei neun Prozent.

Kurz verliert zwei Prozentpunkte in der Kanzlerfrage
In der fiktiven Kanzlerfrage liegt Kurz mit 37 Prozent unangefochten voran, verliert im Vergleich zum Oktober allerdings zwei Prozentpunkte. Zwölf Prozent der Befragten würden unverändert SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner in einer Direktwahl zum Regierungschef wählen, elf Prozent FPÖ-Obmann Norbert Hofer. Bereits zehn Prozent sprachen sich für Kogler aus. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger kommt demnach auf sechs Prozent.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen