13.11.2019 16:00 |

Caritas-Kältetelefon

Niemand soll auf Kärntens Straßen erfrieren müssen

Kein Mensch soll auf Kärntens Straßen erfrieren müssen. Um jenen Männern und Frauen, die im bevorstehenden Winter bei Kälte, Wind und Schnee als „Schlafzimmer“ nur eine Parkbank haben, helfen zu können, hat die Caritas Kärnten seit 1. November wieder ihr Kältetelefon in Betrieb genommen. Es ist unter 0463/39 60 60 bis 31. März 2020 sieben Tage die Woche von 18 Uhr abends bis sechs Uhr früh aktiv.

„Wir wollen, dass niemand auf Kärntens Straßen erfriert. Ein Anruf kann Leben retten! Je mehr Menschen die Nummer des Kältetelefons im Handy speichern, umso zuverlässiger können wir mit unseren PartnerInnen möglichst zeitnah dort sein, wo wir gebraucht werden. Aber: Bei medizinischen Notfällen ist die Nummer der Rettung 144 zu wählen“, sagt Katrin Starc als Leiterin der Wohnungslosenhilfe der Caritas Kärnten und Zuständige für das Kältetelefon. Wenn jemand untertags bei Eiseskälte das Schlaflager eines akut obdachlosen Menschen entdeckt und nicht weiß, was er tun soll, hilft die Caritas-Wohnungslosentagesstätte „Eggerheim“ unter Telefon 0463/55 560-37 weiter.

So wird Kälteopfern geholfen

„Für uns hat der Winter bereits im Sommer begonnen“, berichtet Starc. Denn da hat die Caritas Kärnten mit der Suche nach engagierten Freiwilligen begonnen. „Nach entsprechenden Schulungen sind jetzt, im vierten Jahr des Bestandes des Kältetelefons, 14 freiwillige MitarbeiterInnen startklar für ihren Dienst am Telefon.“ Geht ein Anruf ein, dann wird allen Hinweisen nachgegangen. Die Freiwilligen geben telefonisch Anleitung zur konkreten Hilfe oder das Team des „Eggerheimes“ - vier Sozialarbeiterinnen beziehungsweise Sozialpädagoginnen - rückt selbst aus, um die obdachlosen Menschen vor Ort mit winterfesten Schlafsäcken, warmer Winterkleidung und wärmendem Tee zu versorgen. „Wenn gewünscht, organisieren wir mit unseren PartnerInnen eine warme Notschlafstelle in Klagenfurt, Spittal, Feldkirchen und im Bezirk Wolfsberg“, sagt Starc. Wichtige PartnerInnen sind das Rote Kreuz, Magistrat Klagenfurt, Pfarren, eigene Einrichtungen und der Samariterbund. 120 Anrufe gab es im vergangenen Winter am Kältetelefon.

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