448 Anlagen gebaut

Hochwasserschutz besteht "Wasserprobe"

Nach drei Tagen Überschwemmungen hat sich die Flut in Oberösterreich nun wieder zurückgezogen. Nun beginnt das große Aufräumen. Straßen müssen gereinigt, Sandsäcke weggebracht werden. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", meint Wasser-Landesrat Rudi Anschober (Grüne), der das auch den neuen Schutzbauten zuschreibt: 448 Anlagen hätten Schlimmeres verhindert.

Am ärgsten betroffen war diesmal Schärding, wo mit dem Bau eines Hochwasserschutzes erst im Herbst begonnen wird. Derzeit laufen noch die Detailplanungen. "In Steyr hingegen wäre das Hochwasser ohne die bereits getroffenen Schutzmaßnahmen sicher um vierzig bis fünfzig Zentimeter höher gewesen", sieht Anschober auch in der Eisenstadt bereits Verbesserungen.

In Mauthausen hatte der mobile Teil des Machlanddammes seine "Wasserprobe" – vier Wochen vor der geplanten offiziellen Eröffnung hielt er die Fluten von Häusern fern, während stromauf- und -abwärts die B3 überschwemmt worden war.

Halbe Milliarde investiert
Seit der Katastrophenflut vor acht Jahren, die zwei Milliarden Euro Schaden angerichtet hatte, wurden in Oberösterreich 500 Millionen Euro in Schutzprojekte investiert: 249 sind fertig, 199 werden derzeit gebaut und hielten auch diesmal bereits Wasser zurück. 56 weitere sind in Planung, verzögern sich aber zum Teil wegen zäher Grundstücksablösen.

von Johann Haginger, "OÖ Krone"

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Sonntag, 25. Oktober 2020
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