16.10.2019 13:30 |

Ski alpin

Salzburgs Antwort auf die Kernöl-Power

Der Sieg im März beim Saisonfinale in Andorra gab Mirjam Puchner einen echten Motivationsschub für die neue Saison - in der der Schienbeinnagel nach dem Schien- und Wadenbeinbruch 2017 endlich nicht mehr mitfährt. Die heuer für die Speed-Asse aber später beginnt als sonst. Wodurch sich auch die Vorbereitung etwas verändert.

Die Techniker im Ski-Weltcup scharren in den Startlöchern, holen sich den Feinschliff für den Auftakt in Sölden am 26. und 27. Oktober.

Für die Speed-Damen heißt es Geduld bewahren. Denn die erste Abfahrt steigt heuer eine Woche später als sonst – am 6. Dezember in Lake Louise. „Wir brechen somit erst am 20. November nach Nordamerika auf“, meinte Mirjam Puchner, Salzburgs einzige Damen-Siegerin der Vorsaison. Die 27-Jährige gewann beim Weltcupfinale im März in Soldeu die Abfahrt – und sorgte nach ihrer Nicht-Nominierung für die WM in Åre damit für eine große Überraschung.

Die St. Johannerin ist Salzburgs Antwort auf die „Kernöl-Power“ im stärksten Abfahrtsteam der Welt, das 2018/19 dank Disziplinensiegerin Nicole Schmidhofer, Cortina-Doppelsiegerin Ramona Siebenhofer (beide aus der Kernöl-Hochburg Steiermark) und Steffi Venier (Tirol) vier Siegergesichter hervorbrachte.

Wobei der zweite Weltcuperfolg von Puchner nach 2016 der überraschendste war. Nach Schien- und Wadenbeinbruch bei der WM 2017 in St. Moritz kämpfte sie lange um den Anschluss – und gegen das Karriereende. „Deswegen war der Sieg im März ein echter Motivationsschub. Jetzt weiß ich, dass sich die letzten eineinhalb Jahre ausgezahlt haben.“ Konditionell ist sie heuer auf einem anderen Level, nach der Entfernung des Schienbeinnagels im Frühjahr im Kopf befreit. „Letztes Jahr war die Ausgangssituation eine ganz andere“, ist Puchner nach dem Übersee-Training im Vulkangebiet Chillan guter Dinge.

Nach der Rückkehr aus Chile stellte das Speed-Team die Skier noch einmal drei Wochen in den Keller, tankte am Gardasee Kraft und Kondition. Puchner schuftete zudem im Olympiazentrum Rif.

Erst in den letzten Tagen begann in Sölden wieder das Skitraining. Wie schaut’s bei internen Vergleichen aus? „Man muss da sein, wenn es zählt. Und das ist in Lake Louise“, sagt Puchner. Die heuer jedenfalls nicht bis zum letzten Rennen auf den großen Wurf warten will

Herbert Struber
Herbert Struber
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