30.09.2019 10:20 |

Nach Comeback bei Wahl

Grüne Party, bis Bier ausging und Polizei eingriff

Dass die Grünen bei der Nationalratswahl wie Phoenix aus der Asche aufgestiegen sind, ist für Mitglieder und Anhänger am Sonntag ein Grund zum ausgelassenen Feiern gewesen. Der Sprung der Öko-Partei zurück in den Nationalrat sorgte nicht nur für vergnügte Partystimmung, sondern machte die Fans offenbar auch besonders durstig. Das Bier ging im Wiener „Metropol“, der Location der Wahlfeier, zur Neige. Zu späterer Stunde griffen sogar die vor Ort abgestellten Polizeibeamten ein, weil die Gäste im Innenhof etwas zu laut wurden - wie kolportiert von der Polizei beendet wurde die Feier aber keinesfalls.

Die Grünen haben ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl beinahe vervierfacht - das sorgte für Jubelstimmung. „Die Weltrettung soll auch Spaß machen“, befand Spitzenkandidat Werner Kogler. Das ließen sich die Anhänger nicht zweimal sagen: Der Hit „Going to Ibiza“ durfte zynischerweise in der Playlist der Wahlfeier nicht fehlen. Der Song diente als Anspielung auf das Skandalvideo, das den ehemaligen FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache den Job kostete.

Nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet
Das „Metropol“ war so überfüllt, dass fast kein Durchkommen mehr war. Mit diesem Ansturm und solch einer Feierlaune hatte man offenbar nicht gerechnet. Das Bier ging aus. Das tat der Party zunächst keinen Abbruch - zahlreiche Paletten Bier wurden herangeschafft, damit die grünen Fans nicht auf dem Trockenen saßen. Zur Not musste die Öko-Partei sogar auf Dosen zurückgreifen - Mehrweggebinde waren offenbar so kurzfristig nicht aufzutreiben.

Auch ehemalige grüne Parteichefinnen wurden gewürdigt
Auf die Bühne kamen die neuen Mandatarinnen und Mandatare, und von seinen Vorgängerinnen holte Kogler Ulrike Lunacek persönlich auf das Podest. Applaus gab es auch für die in Tirol gebliebene Ingrid Felipe, und selbst die 2017 abrupt von der Parteispitze abgegangene Eva Glawischnig kam zu Ehren. Man müsse „auch das Lebenswerk eines Menschen“ sehen, meinte Kogler und verwies vor allem auf Glawischnigs Engagement gegen die Verbreitung von Hasspostings auf Social Media.

Wahlfeier nicht von Polizei beendet
Dass die Wahlfeier von der Polizei beendet wurde, dementiert die Landespolizeidirektion Wien gegenüber krone.at. Zwar waren in sozialen Medien Fotos von einem Polizeieinsatz im „Metropol“ aufgetaucht, die Beamten seien aber die ganze Zeit vor Ort gewesen, um die Veranstaltung abzusichern: „Zu später Stunde sind dann einige Gäste im Innenhof etwas zu laut geworden. Die Kollegen haben sie dann abgemahnt und wieder hineingebeten.“ Von einer Auflösung der Veranstaltung war jedenfalls keine Rede.

 krone.at
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