Ilzer kämpft um Job

„Habe in meinem Leben noch nie schnell aufgegeben“

Fußball National
27.09.2019 06:10
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Austria-Trainer Christian Ilzer weiß nach der 2:5-Cup-Blamage der Veilchen in Wattens um die Schwere seiner Aufgabe, stellt sich aber dieser Herausforderung. „Zoff“ gab es indes zwischen den Spielern und den Fans.

Dass die mitgereisten Fans den desaströsen Austria-Auftritt in Wattens nicht mit „Hurra“-Rufen quittierten, war klar. Ebenso klar, dass sie ihren Frust an den Spielern und erstmals auch an Trainer Christian Ilzer ausließen.

Was nicht allen „schmeckte“: „Es werden nicht nur der Trainer, auch Spieler auf das Übelste beschimpft, das hat mit der Austria-Familie nichts zu tun. Da muss man trotzdem ein bisschen Respekt behalten, gewisse Dinge, die da sind, gehen einfach nicht“, meinte Florian Klein nach dem Schlusspfiff. Eine Aussage, die vielen Fans nicht gefiel, da ist der nächste Konflikt vorprogrammiert.

Mittendrin der Trainer, der sich in der Nacht nach dem K. o. das ganze 2:5 noch einmal ansah, danach „nur ganz wenig“ schlief.

An seinen Wahrnehmungen hat sich auch am Tag danach nichts geändert: „Man braucht gar nicht ins Detail zu gehen, das Ur-Fundamentalistische beim Fußball, das persönliche Duell, konnten wir auf keiner Position gewinnen, wir waren völlig von der Rolle“, so Ilzer. Warum? „Es gibt Antworten im Detail, ich muss mit vielen individuell reden, sehr feinfühlig an die Sache rangehen, da reagiert jeder Spieler anders.“

„Extremst unzufrieden“
Seine eigene Gefühlslage: „Natürlich bin ich mit der Situation extremst unzufrieden, aber ich war mein ganzes Leben nie einer, der schnell aufgegeben hat. Je schlechter wir dastehen, umso größer ist für mich die Herausforderung.“

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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