26.09.2019 23:06 |

Brand in Chemiefabrik

„Extrem gefährliches Feuer“ im Norden Frankreichs

Ein Großbrand in einer Chemiefabrik hat am Donnerstag die Einsatzkräfte in der nordfranzösischen Stadt Rouen in Atem gehalten. Anrainer wurde wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Die pechschwarze Rauchwolke über der Fabrik, in der besonders gefährliche Chemikalien zur Produktion von Zusatzstoffen für Schmierstoffe gelagert werden, war kilometerweit zu sehen. Es bestand laut der Präfektur Normandie auch die Gefahr, dass die dort vorbei fließende Seine durch überlaufende Rückhaltebecken verschmutzt wird. Das Feuer ist mittlerweile gelöscht. Die Aufräumarbeiten werden aber mehrere Tage dauern. Verletzte gab es keine.

Die Feuerwehr bemühte sich, gefährliche Chemieprodukte von den Flammen fernzuhalten. Das Feuer konnte den Einsatzkräften zufolge am Nachmittag eingedämmt, aber zunächst nicht gelöscht werden. „Oberste Priorität haben die Innenanlagen des Unternehmens“, sagte Feuerwehrchef Jean-Yves Lagalle. Es handle sich um ein „extrem gefährliches Feuer für die Einsatzkräfte“, das nur mit einem Schaumkonzentrat gelöscht werden könne. Einige Chemikalien seien vorsichtshalber aus der Fabrik entfernt worden, sagte Einsatzleiter Marc Vitalbo. Die Feuerwehr war mit rund 200 Löschfahrzeugen im Einsatz. Die Brandursache ist unklar.

Fabrik gehört US-Millionär Warren Buffett
Landwirte und Züchter wurden aufgerufen, ihre Tiere nach drinnen zu bringen, deren Futter zu schützen und die Ernte vorerst einzustellen. Das Werk gehört dem Unternehmen Lubrizol des US-Millionärs Warren Buffett und beschäftigt rund 400 Menschen. Die Chemiefabrik sorgte bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen, etwa als 2013 durch ein Leck das Gas Methanthiol entwich und die Umgebung weitreichend nach faulen Eiern roch. Im Jahr 2015 flossen nach einem Betriebsunfall rund 2000 Liter Mineralöl ins Abwassersystem der Stadt.

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