26.09.2019 12:07 |

Licht am Flakturm

Jagd nach dem besten Foto endet mit Heli-Einsatz

Das wird ein teurer „Spaß“. Der Schein einer Taschenlampe auf dem baufälligen und deshalb gesperrten Flakturm im Augarten im Wiener Bezirk Leopoldstadt hat am Mittwochabend einen Einsatz des Polizeihubschraubers zur Folge gehabt. Die Einsatzkräfte entdeckten dann tatsächlich einen Mann und zwei Frauen auf dem maroden Gebäude. Sie waren auf der Jagd nach Fotos, jetzt wird ihnen der Heli-Einsatz in Rechnung gestellt.

Als ein Zeuge am Mittwochabend gegen 21.15 Uhr am gesperrten Flakturm den Schein einer Taschenlampe bemerkte, alarmierte der Mann aus Sorge die Polizei. „Da das Betreten des Turms aufgrund von Baufälligkeit explizit verboten und gefährlich ist“, so Polizeisprecher Patrick Maierhofer, „wurde für eine etwaige Erste-Hilfe-Leistung ein Polizeihubschrauber angefordert.“

Bei der Nachschau konnten dann tatsächlich drei Personen auf dem Dach des baufälligen Turms ausgemacht werden. In Not war das Trio allerdings nicht, sondern lediglich auf der Suche nach der besten Aufnahme. Die beiden jungen Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren sowie der junge Mann im Alter von 24 Jahren hatten vom Dach des Flakturms aus Fotos machen wollen.

Heli-Einsatz wird Trio verrechnet
Das Trio verließ schließlich freiwillig den Turm. Der Wunsch nach einem atemberaubenden Schnappschuss nimmt laut Polizei ein kostspieliges Ende - denn der Hubschraubereinsatz werde den drei Personen nun in Rechnung gestellt, hieß es.

In einem solchen Fall greift Paragraf 92a des Sicherheitspolizeigesetzes, präzisierte Maierhofer - also die Kostenersatzpflicht, da sich die Personen „grob fahrlässig einer Gefahr für Leben oder Gesundheit ausgesetzt“ und dadurch einen Polizeieinsatz verursacht haben.

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