Bundesheer in OÖ

„Kaserne in Ried gehört komplett neu aufgestellt“

Begriffe wie „Sturzflug“ oder „freier Fall“ fielen bei einem Pressegespräch in der Kaserne Hörsching, als der Zustand des (ober)österreichischen Bundesheeres beschrieben wurde. Für die Sanierung von Kasernen, Gebäuden und Schießplätzen fehlen 120 Millionen Euro. Alleine für Ried benötigt man 40 Millionen Euro.

„Normalerweise sollten wir uns auf Cyberangriffe vorbereiten. Wir müssen uns aber damit beschäftigen, ob unsere Fahrzeuge genug Sprit haben, beziehungsweise, ob wir überhaupt genug Fahrzeuge haben“, schildert Oberst Dieter Muhr die Situation beim Bundesheer in Oberösterreich.

Panzer über 30 Jahre alt
Die Panzer, das Prunkstück einer jeden Armee, sind über 30 Jahre alt, Ersatzteile dafür gibt es keine mehr. Der Bergepanzer M88A1 ist bereits seit 1964 im Dienst, das Schwerlasttransportsystem feiert heuer seinen 40. Geburtstag. Dazu kommt ein Rückgang von 30 Piloten in den letzten neun Jahren und ein genereller Personalrückgang.

Zustand nicht neu
Der Zustand des oö. Bundesheeres war schon einmal besser. „Die Situation ist für uns nicht neu, in Wahrheit sparen wir schon seit 30 Jahren“, erklärt Brigadier Nikolaus Egger. Dringendsten Handlungsbedarf gibt es neben Ausrüstung im Bereich der Infrastruktur. Um die oberösterreichischen Kasernen und Schießstände auf Vordermann zu bringen, liegen fertige Pläne in der Schublade. Die dafür benötigten 120 Millionen Euro fehlen. „Die Kaserne in Ried gehört in Wahrheit abgerissen und neu aufgebaut“, so Muhr.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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