Experten warnen

„100.000 IS-Kämpfer weltweit untergetaucht“

Ausland
25.08.2019 06:00
International sind sich Experten einig: Der Krieg gegen den Islamischen Staat ist noch nicht gewonnen! Wie berichtet, stellen vor allem die Rückkehrer eine Gefahr dar. Geschätzt seien bis zu 100.000 Dschihadisten weltweit vom Radar der Behörden verschwunden. Tausende davon sollen sich in den Balkanländern aufhalten.

„Der islamistische Terror bleibt die größte Gefahr für Österreich“, verkündete erst jüngst - wie berichtet - der österreichische Verfassungsschutzboss Peter Gridling und meinte damit die aus den Kriegsgebieten zurückkehrenden Dschihadisten.

(v.l.), Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Peter Gridling und Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Franz Lang bei der Präsentation des Berichts. (Bild: APA/HANS PUNZ)
(v.l.), Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Peter Gridling und Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Franz Lang bei der Präsentation des Berichts.

Bosnien als Versteck-Hochburg für Dschihadisten
Und das sieht Europol genau so. Laut aktuellem Bericht sei man besonders über rückkehrende Frauen und Kinder besorgt, denen die IS-Ideologie eingeimpft wurde. Experten befürchten Rachemissionen, Vergeltungsschläge für die getöteten Ehemänner. Dabei gilt für Europol der Westbalkan als Haupttransitroute der Rückkehrer. „Rund 100.000 IS-Soldaten (männlich und weiblich) sind vom Radar der Behörden verschwunden“, so Analyst Dževad Galijaševic, dessen Heimat Bosnien als Versteck-Hochburg für Dschihadisten gilt.

„Geht um Sicherheit von ganz Europa“
Tausende Islamisten (Rückkehrer oder Schläfer) sollen sich auf dem Balkan aufhalten – und teils ganze Dörfer übernommen haben. „Alleine in den westlichen Balkanländern weiß man von rund 460 aufhältigen Islamisten“, so der US-Sicherheitsexperte Adrijan Štuni im TV-Interview. Die Dunkelziffer sei aber höher. „Die Europäische Union darf die überforderten Balkanländer mit diesem Problem nicht alleine lassen. Es geht nicht nur um die Sicherheit hier vor Ort – es geht um die Sicherheit von ganz Europa“, warnt Štuni.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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