Linzer Anwalt

Audi drohen nun mehrere Dieselklagen von Lenkern

Nach den VW-Fahrern ziehen nun auch Audi-Besitzer im Dieselskandal vor Gericht. Zehn Klagen hat der Linzer Rechtsanwalt Michael Poduschka bereits eingebracht. Es geht um die manipulierten Abgaswerte von 3,0- und 4,2 Liter-Audi-Dieselmotoren, die auch in Volkswagen und Porsches eingebaut wurden.

In München hat die StaatsanwaltschaftAnklage gegen Ex-Audi-ChefRupert Stadler erhoben. Und auch in Österreich drohen dem Audi-KonzernKlagen. Michael Poduschka: „Betroffen sind sowohl Fahrzeuge der Marke Audi, Porsche - zum Beispiel Cayenne, Macan und Panamera - als auch VW, die über die Audi-Dieselmotoren verfügen. Der Vorwurf lautet auf Einbau einer Abschalteinrichtung, die dafür sorgt, dass Abgaswerte nur am Prüfstand und nicht aber in der Realität eingehalten werden.“

Jurist sieht Betrug
Der Jurist, der bereits österreichweit für geschädigte VW-Fahrer vor den Kadi zieht, sieht hinter dem Vorgehen Betrug. Geklagt werden einerseits die Autohändler in Österreich, andererseits die Audi AG in Ingolstadt. „Die Geschädigten wurden listig zum Kaufvertrag bewegt“, so der Rechtsanwalt. Ihnen sei es wichtig gewesen, ein Premium-Dieselfahrzeug mit entsprechend geringem Verbrauch zu erwerben. „Und natürlich vertrauten sie darauf, ein manipulationsfreies Auto, welches den gesetzlichen Bestimmungen und dem neuesten Stand der Technik entspricht, zu kaufen.“

Gute Chancen
Die Erfolgschancen schätzt Poduschka als ausgezeichnet ein. Geklagt wird auf Rückabwicklung oder Wertminderung.

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