23.08.2019 08:26 |

„Priceless Specials“

Datenleck bei Mastercard größer als angenommen

Ein Datenleck im deutschen Mastercard-Bonusprogramm „Priceless Specials“ ist größer gewesen als zunächst angenommen. Der Kreditkarten-Anbieter informierte am Donnerstag Kunden, dass von dem Leck „möglicherweise“ auch ihre Zahlungskartennummer betroffen sei, mit der sie sich bei dem Programm angemeldet hatten. In ersten bekannt gewordenen Listen waren die Nummern noch bis auf die letzten vier und ersten zwei Ziffern unkenntlich.

Immerhin: Das dazugehörige Ablaufdatum und die Prüfnummer auf der Rückseite der Karte waren laut Mastercard nicht Teil des Datenlecks. Damit könnten die geleakten Kartennummern nicht direkt für Einkäufe im Internet verwendet werden, weil dabei mindestens auch das Ablaufdatum abgefragt werde, hieß es. Nach bisherigem Kenntnisstand wurden die beiden Zusatzinformationen nicht bei der „Priceless“-Anmeldung erhoben und sollten in der Datenbank gar nicht erst enthalten sein.

„Sicherheitsvorfall“
Mastercard
verwies darauf, dass ein Dienstleister, der das Bonusprogramm betrieb, „einen Sicherheitsvorfall erlitten“ habe. Es gebe dabei keine Verbindung zum Zahlungsnetzwerk von Mastercard. Das Unternehmen hatte „Priceless Specials“ Anfang vergangenen Jahres in Deutschland an den Start gebracht. Bei dem kostenlosen Programm bekommt man für Transaktionen Bonuspunkte, die gegen Prämien eingetauscht werden können. Die Plattform war am Montag nach Bekanntwerden des Datenlecks stillgelegt worden.

Vorsicht vor Phishing
Es besteht aber weiter die Gefahr, dass Online-Kriminelle mit den in Umlauf gelangten Informationen wie E-Mail, Geburtsdatum, Handy-Nummer oder Anschrift fingierte E-Mails verschicken können, um zum Beispiel an ihre Passwörter zu kommen. Insidern zufolge teilte Mastercard den ausgebenden Banken bereits mit, dass der Konzern die Kosten übernehmen werde, wenn Kunden nach dem Datenleck ihre Karten umtauschen wollen.

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