30.07.2019 07:39 |

Schütze war Teenager

Zwei Kinder unter Opfern des Volksfest-Massakers

Die tödlichen Schüsse auf einem Volksfest in Gilroy in Kalifornien haben erneut eine Debatte über die Waffengesetze in den USA entfacht. Unter den vier Toten befinden sich auch ein erst sechsjähriger Bub und ein 13 Jahre altes Mädchen. Tragisches Detail: Bei dem „Gilroy Garlic Festival“ (Knoblauch-Festival) waren Waffen streng verboten - der erst 19-jährige Schütze, der gegen diese Regel verstoßen hatte und mit einem Sturmgewehr scheinbar wahllos auf die Besucher feuerte, wurde von der Polizei erschossen. Sein Motiv gibt den Ermittlern weiterhin Rätsel auf.

Während unklar ist, warum der 19-jährige Santino William Legan auf dem Volksfest das Feuer eröffnete, steht die Identität der jungen Todesopfer fest: Der kleine Stephen Romero wurde nur sechs Jahre alt, Keyla Salazar nur 13 Jahre. Das Mädchen soll Berichten örtlicher Medien zufolge einem Verwandten geholfen haben, der auf einen Gehstock angewiesen ist und war nicht so schnell wie möglich vor dem Schützen davongelaufen.

Bei dem dritten Toten handelt es sich um den New Yorker Trevor Irby (25), der das Fest mit seiner Freundin besucht hatte. Diese überlebte die Tragödie unbeschadet. Dutzende andere Menschen wurden von Legan verletzt. Ein Krankenhaus nahm Patienten im Alter von zwölf bis 69 Jahren auf.

Todesschütze postete rassistische Inhalte
Es scheine, als habe der Angreifer wahllos um sich geschossen, sagte Polizeichef Scot Smithee am Montagnachmittag (Ortszeit) vor Reportern. Es werde aber weiter untersucht, ob der Täter nicht doch gezielt seine Opfer ausgesucht habe. Die Bundespolizei FBI leitete auch eine Untersuchung zum möglichen Motiv des Schützen ein. Medienberichten zufolge soll der Tatverdächtige nur Stunden vor seinem Amoklauf ein rassistisches Instagram-Posting veröffentlicht haben. Minuten vor dem Attentat wurde unter einem Profil mit dem Namen des Schützen ein Bild des Events gepostet. „
Ayyyyy, Zeit fürs Knoblauch-Festival. Komm um dich zu besaufen und überteuertes Zeug zu kaufen“, wurde das Foto kommentiert.

Das Sturmgewehr des Täters war Anfang Juli legal im benachbarten US-Bundesstaat Nevada erworben worden. Es sei aber verboten gewesen, die Waffe nach Kalifornien zu bringen, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Xavier Becerra.

Das mehrtägige „Gilroy Garlic Festival“ (Knoblauch-Festival) wird jedes Jahr nach Angaben der Behörden von rund 80.000 bis 100.000 Menschen besucht.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Klare Sache im Ländle
Gnadenlose Altacher zerlegen St. Pölten mit 6:0!
Fußball National
Lausiges Schmidt-Debüt
5:0! Rapid „frisst“ Admira mit Haut & Haaren auf
Fußball National
Streit eskalierte
Kontrahent mit Stich in den Hals schwer verletzt
Niederösterreich
Herzogs Goalgetter
ÖFB-Team-Schreck erzielt Rabona-Tor in 90. Minute
Fußball International
Bei Weltrekordversuch
Stuntman stürzt aus 95 Metern Höhe in Wolfgangsee
Oberösterreich
In Top-Spielklasse
Mexicano loco! Erzielt Traumtor und zieht Hose aus
Fußball International

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter