16.07.2019 09:15 |

Pilotprojekt bis 2020

Wiener Ärzte beraten nun auch per Telefon

Telemedizin - also ärztliche Beratung via Telefon - wird derzeit in Wien im Rahmen eines Pilotprojekts sprichwörtlich auf Herz und Nieren geprüft. Seit Anfang Juli ist es Medizinern möglich, ihre Patienten auch aus der Ferne zu beraten und diese Gespräche zu verrechnen. Getestet wird laut Wiener Gebietskrankenkasse bis Ende 2020.

Für die Beratung via Telefon gibt es jedoch spezielle Voraussetzungen. Der Patient muss den Arzt aufgrund vorangegangener Arztbesuche kennen. Der Anrufer darf dem Mediziner also kein Unbekannter sein. Datenschutz hat ebenfalls oberste Priorität, auch darf kein anderer, etwa ein Angehöriger, das Gespräch anstelle des Patienten führen. Persönlicher Kontakt zwischen Arzt und Patient ist bei Telemedizin Bedingung. Einbezogen sind die Fächer Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendheilkunde sowie Gynäkologie.

Vorteile für ältere oder nicht mobile Patienten
Sigrid Pilz, Patientenanwältin in Wien, steht dem Projekt positiv gegenüber und sieht vor allem für ältere oder nicht mobile Patienten Vorteile. Diese müssten nicht zwangsläufig die Ordination ihres Arztes aufsuchen, wie sie im Ö1-„Mittagsjournal“ erklärte. Der Griff zum Telefon genügt. 
Auch bei einfachen Erkrankungen - etwa bei Kindern - sei ein Abklären per Telefongespräch sinnvoll. Pilz sprach sich dafür aus, eigene Telefonzeiten in den Ordinationen einzurichten - und auch über die künftige Einbindung von Video nachzudenken.

Die neue Honorarvereinbarung sieht weiters vor, dass gynäkologische Untersuchungen über die E-Card verrechnet werden können. Ärzte mit längeren Öffnungszeiten erhalten zudem einen Bonus.

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