13.07.2019 17:00 |

Technische Aufrüstung

Tirols Polizei „fliegt“ auf Bodycams und Drohnen

Der technische Fortschritt macht auch vor der Tiroler Polizei nicht halt! Seit dem Frühjahr setzt die Exekutive auf moderne Bodycams und Drohnen. Während die Kameras vor allem deeskalierend wirken und im Ernstfall hilfreiche Beweise liefern, werden die Fluggeräte etwa bei der Tatortarbeit oder Vermisstensuche eingesetzt.

Film ab, heißt es seit gut drei Monaten bei der Tiroler Polizei! Zur Standardausrüstung einiger Beamter gesellte sich im April ein kleines elektronisches Helferlein dazu: die Bodycam. Damit können etwa Gewalttäter oder sonstige rabiate Zeitgenossen im Einschreitfall gefilmt werden. „Schon allein das Tragen führt in der Regel zur Deeskalation“, weiß Enrico Leitgeb, Chef der Landesleitzentrale: „Zudem sind sie ein wichtiges Mittel zur Beweissicherung - sowohl was das Verhalten des Gefilmten als auch jenes der einschreitenden Polizisten anbelangt.“

Zwölf derartige Bodycams sind aktuell in Tirol im Einsatz – die Hälfte davon in Innsbruck: bei den „einsatzintensiven“ Dienststellen Saggen, Bahnhof und Innere Stadt. Bis zum Jahr 2021 sollen landesweit 30 Kameras dazukommen.

Videobeweis vor Gericht
Bei 931 Einsätzen wurden Bodycams bisher mitgeführt – fünf Aufnahmen dienten folglich als Beweise für Behörden oder Gerichte. Etwa im Fall eines Deutschen (38), der in Innsbruck nach einem Streit einen einschreitenden Polizisten aufs Übelste beschimpfte und diesen letztlich auch noch blutig biss. Im Juni wurde er dann nicht rechtskräftig zu 10 Monaten Haft verurteilt.

Luftige Aufnahmen
Gefilmt wird bei der Polizei neuerdings aber nicht nur am Boden, sondern auch in luftigen Höhen. Seit März sind in Tirol zwei Drohnen im Einsatz, die zum Beispiel Luftaufnahmen von Tatorten oder Demos liefern können. Auch bei Bränden oder der Suche nach Vermissten wurden sie schon eingesetzt. Fünf „Piloten“ gibt es bisher – Tendenz steigend. Der Einsatz ist streng geregelt. So dürfen etwa Menschen nicht überflogen werden. Und in der Flugkontrollzone zwischen Telfs und Jenbach braucht es das Einverständnis der Austro Control.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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